3 Verwaltungsrat

3.1 Mitglieder

a) Name, Nationalität, Ausbildung und beruflicher Hintergrund

(XLS:)

Name

Jahrgang

Beruf

Nationalität

*

Präsident.

**

Vizepräsident

Hans-Werner Gassner*

1958

Unternehmensberater und Wirtschaftsprüfer

FL

Markus Foser**

1969

Unternehmensberater

FL

Markus Büchel

1953

Personalleiter

FL

Felix R. Ehrat

1957

Rechtsanwalt/Group General Counsel

CH

Ingrid Hassler-Gerner

1947

Vermögensverwalterin

FL

Roland Oehri

1968

Treuhänder

FL

Konrad Schnyder

1956

Unternehmer

CH

Lic. iur. Siegbert Lampert schied aufgrund der Amtsdauerbeschränkung nach neun Jahren aus dem Verwaltungsrat der Liechtensteinischen Landesbank aus. Die Generalversammlung vom 6. Mai 2011 wählte Dr. Felix R. Ehrat zum neuen Mitglied.

Hans-Werner Gassner
Dr. Hans-Werner Gassner, Unternehmensberater und Wirtschaftsprüfer (Foto)

Ausbildung:

  • Lizenziat der Wirtschaftswissenschaften an der Hochschule St. Gallen, 1983
  • Eidg. dipl. Bücherexperte, 1988
  • Dr. oec. HSG, 1989
  • Swiss Banking School, 1996

Beruflicher Hintergrund:

  • Wirtschaftsprüfer in der Neutra Treuhand-Gruppe, 1984 – 1989
  • Leiter interne Revision der Liechtensteinischen Landesbank, 1990 – 1998
  • Leiter Finanzen der Liechtensteinischen Landesbank, 1998 – 2000
  • Partner der APG Wirtschaftsprüfung AG, Vaduz (vormals Gassner & Partner Wirtschaftsprüfung und Beratung AG, Balzers) seit April 2000
  • Inhaber des Adcom Treuunternehmen reg., Balzers, seit April 2000
Markus Foser
lic. oec. publ. Markus Foser – Unternehmensberater (Foto)

Ausbildung:

  • Lizenziat der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Zürich, Richtung Wirtschaftsinformatik, 1996
  • Eidg. dipl. Finanzanalyst und Vermögensverwalter CEFA, 2000

Beruflicher Hintergrund:

  • Aktienresearch und Fondsmanagement bei der Liechtensteinischen Landesbank, 1997 – 2002
  • Beratung von vorwiegend institutionellen Kunden mit derivativen und strukturierten Produkten bei der Bank Vontobel (Liechtenstein) AG, Vaduz, 2002 – 2003
  • Bereichsleiter Fund & Investment Services (Asset Management) bei der swissfirst Bank (Liechtenstein) AG, Vaduz, 2004 – 2007
  • Mitglied der Geschäftsleitung der Banque Pasche (Liechtenstein) SA, Vaduz, verantwortlich für den Bereich Fund & Investment Services (Asset Management), 2008 – 2009
  • Inhaber der MAFOS Consult Anstalt, Vaduz, seit 2009
Markus Büchel
Markus Büchel – Personalleiter (Foto)

Ausbildung:

  • Lehre als Maschinenzeichner, 1969 – 1973
  • Abendhandelsschule Buchs, 1973 – 1974
  • Maschinenbau Dipl. Ing. FH, Abendtechnikum Vaduz, 1974 – 1978

Beruflicher Hintergrund:

  • Hilti AG, Schaan (verschiedene Funktionen im technischen Bereich), 1973 – 1981
  • ThyssenKrupp Presta AG, Eschen, Entwicklung/Arbeitsvorbereitung (verschiedene Funktionen), 1981 – 1991
  • ThyssenKrupp Presta AG, Eschen, Bereichsleiter Technische Dienste, 1991 – 1995
  • ThyssenKrupp Presta AG, Eschen, Bereichsleiter Personal der Presta-Gruppe, seit 1995
Felix R. Ehrat
Dr. Felix R. Ehrat – Rechtsanwalt/Group General Counsel (Foto)

Ausbildung:

  • Lizenziat der Rechtswissenschaften an der Universität Zürich, 1982
  • Anwaltliche Zulassung, 1985
  • LL.M. in Business and Taxation-Transnational Practice an der McGeorge School of Law, Sacramento, Kalifornien, 1986
  • Dr. iur., Universität Zürich, 1990

Beruflicher Hintergrund:

  • Associate bei der Anwaltskanzlei Bär & Karrer, Zürich, 1987 – 1992
  • Partner bei Bär & Karrer, 1992 – 2000
  • Managing Partner bei Bär & Karrer, 2000 – 2003
  • Senior Partner und Vorsitzender der Geschäftsleitung bei Bär & Karrer, 2003 – 2011
  • Exekutiver Präsident des Verwaltungsrates bei Bär & Karrer, 2007 – 2011
  • Group General Counsel der Novartis-Gruppe, Basel, seit 1. Oktober 2011
Ingrid Hassler-Gerner
Ingrid Hassler-Gerner – Vermögensverwalterin (Foto)

Ausbildung:

  • Handelsdiplom, 1964
  • Hochschule Liechtenstein, Lehrgang nach PGR Art. 180a, 2005 – 2006

Beruflicher Hintergrund:

  • Leitung Asset Management und Research bei A.M.I.S., Schaan, 1976 – 1989
  • Geschäftsführerin der Pan Portfolio AG, Schaanwald, seit 1989
  • Geschäftsführerin der PanFinanzPartner AG, Schaanwald, seit 2005
Roland Oehri
Roland Oehri – Treuhänder (Foto)

Ausbildung:

  • Kaufmännische Lehre, 1987
  • Betriebsökonom HWV, 1993
  • Liechtensteinische Treuhänderprüfung, 1998

Beruflicher Hintergrund:

  • Anlageberater im Ressort Privatkunden Ausland bei der VP Bank AG, Vaduz, 1993 – 1999
  • Abteilungsleiter Privatkunden Ausland bei der VP Bank AG, Vaduz, 1999
  • Kundenberater Private Trust Banking bei der VP Bank AG, Vaduz, 2000
  • Kundenberater und Leiter der Abteilung Intermediäre bei der Bank Wegelin (Liechtenstein) AG, Vaduz, später swissfirst Bank (Liechtenstein) AG, Vaduz, 2000 – 2003
  • Vizedirektor bei LOPAG Louis Oehri & Partner Trust reg., Ruggell, 2004 – 2009
  • Partner und Geschäftsführer des Sequoia Treuhand Trust reg., Ruggell, seit 2006
  • Partner und Geschäftsführer der Sequoia Capital Management AG, Ruggell, seit 2007
Konrad Schnyder
Konrad Schnyder – Unternehmer (Foto)

Ausbildung:

  • Ausbildung zum Maschinenbauer, 1977
  • Technischer Kaufmann, 1979
  • SKU Schweizerischer Kurs für Unternehmensführung, 1992

Beruflicher Hintergrund:

  • Inhaber, Vizepräsident und Delegierter des Verwaltungsrates der in der Sersa Group zusammengefassten Unternehmungen, seit 1985
  • Mitglied des Verwaltungsrates der Bank Linth LLB AG, Uznach, 1998 – 2008
  • Delegierter des Verwaltungsrates der Euroswitch AG, Pfäffikon/SZ, seit 2004
  • CEO Sersa Group Management AG, Pfäffikon/SZ, seit 2001

b) Exekutive/nicht exekutive Mitglieder

Sämtliche Mitglieder des Verwaltungsrates der Liechtensteinischen Landesbank sind nicht exekutive Mitglieder. Gemäss Art. 22 des liechtensteinischen Bankengesetzes in Verbindung mit Art. 10 des Gesetzes über die Liechtensteinische Landesbank müssen die Oberleitung, Aufsicht und Kontrolle einerseits und die Geschäftsleitung andererseits in den Händen verschiedener Organe sein. Kein Mitglied des Verwaltungsrates darf der Geschäftsleitung angehören.

c) Unabhängigkeit

Alle Mitglieder des Verwaltungsrates sind unabhängig im Sinne der SIX-Richtlinie betreffend Informationen zur Corporate Governance. Kein Mitglied des Verwaltungsrates gehörte 2011 sowie in den drei vorausgehenden Geschäftsjahren der Geschäftsleitung der Liechtensteinischen Landesbank oder einer Konzerngesellschaft an. Kein Mitglied stand in wesentlichen geschäftlichen Beziehungen mit der Liechtensteinischen Landesbank oder einer Konzerngesellschaft. Laut Art. 12 des liechtensteinischen Gesetzes über die Steuerung und Überwachung öffentlicher Unternehmen müssen Verträge mit Mitgliedern des Verwaltungsrates schriftlich abgeschlossen werden. Sie bedürfen der Zustimmung des Verwaltungsrates, wobei die gleichen Konditionen wie gegenüber Dritten gelten.

3.2 Weitere wesentliche Tätigkeiten und Interessenbindungen

Dr. Felix R. Ehrat ist Präsident des Verwaltungsrates der Globalance Bank AG, Zürich (seit Ende 2010), und Mitglied des Verwaltungsrates der Müller-Möhl Group, Zürich (seit 2003).

Ingrid Hassler-Gerner ist seit 1. Januar 2010 Präsidentin des Stiftungsrates der Pensionsversicherung für das Staatspersonal.

Konrad Schnyder ist Präsident des Verwaltungsrates der Raility AG, Biel (seit 2006), Delegierter des Verwaltungsrates der Euroswitch AG in Pfäffikon/SZ (seit 2004), Verwaltungsrat der Sustra Tiefbau + Strassen AG, Sursee (seit 1998), Verwaltungsrat der Dedalus Holding AG, Sursee (seit 2005), Vizepräsident der Vereinigung Schweizerischer Gleisbauunternehmer (VSG), Zürich (seit 2000), Präsident der Vereinigung Schweizerischer Bahntechnikunternehmen (VSBTU), Baden (seit 2011), Delegierter der VSBTU bei der European Federation of Railway Trackwork Contractors (EFRTC), Paris (seit 2007) sowie Präsident des Verwaltungsrates SCL Zürich AG, Unterägeri (seit Juli 2011).

Ansonsten üben die Mitglieder des Verwaltungsrates keine Tätigkeiten in Führungs- und Aufsichtsgremien bedeutender liechtensteinischer, schweizerischer und ausländischer Körperschaften, Anstalten oder Stiftungen des privaten und des öffentlichen Rechts aus. Sie nehmen auch keine dauernden Leitungs- und Beraterfunktionen für wichtige liechtensteinische, schweizerische oder ausländische Interessengruppen wahr und bekleiden weder amtliche Funktionen noch politische Ämter.

3.3 Wahl und Amtszeit

3.3.1 Grundsätze des Wahlverfahrens

Gemäss Gesetz und Statuten gehören dem Verwaltungsrat der Liechtensteinischen Landesbank fünf bis sieben Mitglieder an, die von der Generalversammlung jeweils einzeln gewählt werden. Ihre Amtszeit dauert drei Jahre, wobei ein Jahr den Zeitraum von einer ordentlichen Generalversammlung bis zur nächsten umfasst. Die Mitglieder sind zweimal wiederwählbar. In begründeten Fällen kann der Präsident des Verwaltungsrates nach Ablauf von drei Amtsperioden nochmals für eine ausserordentliche Amtsdauer von höchstens zwei Jahren gewählt werden. Den Präsidenten wählt die Generalversammlung, den Vizepräsidenten wählt der Verwaltungsrat aus seiner Mitte. Die aus einer Ersatzwahl hervorgegangenen neuen Mitglieder des Verwaltungsrates sind für die volle Amtsperiode von drei Jahren gewählt. Die Generalversammlung kann Mitglieder des Verwaltungsrates aus wichtigen Gründen abberufen. Die Altersgrenze für die Mitgliedschaft liegt bei 70 Jahren.

Das Präsidium des Verwaltungsrates hat seit 2006 Dr. Hans-Werner Gassner inne, das Vizepräsidium seit 2009 Markus Foser, Protokollführer ist seit September 2009 Patrick Helg, Leiter Group Internal Audit.

3.3.2 Erstmalige Wahl und verbleibende Amtsdauer

(XLS:)

Name

Wahl durch

Erstmalige Ernennung

Gewählt bis

Hans-Werner Gassner

Landtag

2006

2012

Markus Foser

Landtag

2009

2012

Markus Büchel

Landtag

2009

2012

Felix R. Ehrat

Generalversammlung

2011

2014

Ingrid Hassler-Gerner

Generalversammlung

2005

2014

Roland Oehri

Landtag

2009

2012

Konrad Schnyder

Generalversammlung

2008

2014

Seit Mai 2010 wählt die Generalversammlung alle Mitglieder des Verwaltungsrates. Davor wurden vier Mitglieder vom Landtag und drei Mitglieder von der Generalversammlung gewählt.

3.4 Interne Organisation

3.4.1 Aufgabenteilung im Verwaltungsrat

(XLS:)

Name

Funktion

Mitgliedschaft in Ausschüssen

*

Vorsitz

Hans-Werner Gassner

Präsident

Nominierungs- und Entschädigungsausschuss*
Strategieausschuss*

Markus Foser

Vizepräsident

Group Audit & Risk Committee
Nominierungs- und Entschädigungsausschuss
Strategieausschuss

Markus Büchel

Mitglied

Nominierungs- und Entschädigungsausschuss

Felix R. Ehrat

Mitglied

Group Audit & Risk Committee

Ingrid Hassler-Gerner

Mitglied

Group Audit & Risk Committee

Roland Oehri

Mitglied

Group Audit & Risk Committee*

Konrad Schnyder

Mitglied

Strategieausschuss

3.4.2 Personelle Zusammensetzung sämtlicher Verwaltungsratsauschüsse, deren Aufgaben und Kompetenzregelung

Der Verwaltungsrat kann einen Teil seiner Aufgaben an Ausschüsse delegieren. Zur Unterstützung hat er zwei ständige Ausschüsse eingesetzt: das Group Audit & Risk Committee sowie den Nominierungs- und Entschädigungsausschuss. Zudem besteht ein ad hoc gebildeter Strategieausschuss. Der Verwaltungsrat wählt aus seinem Kreis die Ausschussmitglieder und bestimmt die Vorsitzenden. Jeder Ausschuss setzt sich aus mindestens drei Mitgliedern zusammen. Als vorbereitende Gremien befassen sie sich vertieft mit den ihnen zugewiesenen Aufgaben, legen dem Verwaltungsrat die Ergebnisse ihrer Arbeit vor und stellen Anträge, wenn Entscheidungen gefällt werden müssen. Der Verwaltungsrat kann den Ausschüssen Entscheidungskompetenzen übertragen, hat aber von diesem Recht noch keinen Gebrauch gemacht. Die Ausschüsse sind somit ausschliesslich beratend tätig.

Die Ausschussmitglieder müssen über Fachkenntnisse verfügen, die dem übernommenen Aufgabenbereich entsprechen. Alle Mitglieder müssen unabhängig sein. Für die beiden ständigen Ausschüsse hat der Verwaltungsrat separate Reglemente erlassen, in welchen die Aufgaben und Kompetenzabgrenzungen festgelegt sind. Diese haben wir nachfolgend zusammengefasst.

Group Audit & Risk Committee

Das Group Audit & Risk Committee unterstützt den Verwaltungsrat bei der Erfüllung der ihm gemäss Bankengesetz übertragenen Aufgaben in Bezug auf die Oberleitung, Aufsicht und Kontrolle. Das «Reglement Group Audit & Risk Committee der LLB-Gruppe» regelt Organisation und Arbeitsweise sowie Kompetenzen und Aufgaben des Group Audit & Risk Committee, soweit diese nicht zwingend durch Gesetz, Statuten oder Geschäftsordnung vorgegeben sind. Den Vorsitz hatte Roland Oehri inne; als Mitglieder gehörten Markus Foser, Ingrid Hassler-Gerner und nach seiner Wahl Dr. Felix R. Ehrat an.

Das Group Audit & Risk Committee hat insbesondere folgende Aufgaben:

  • Überwachung und Beurteilung der Integrität der finanziellen Berichterstattung einschliesslich der Ausgestaltung des Rechnungswesens, der Finanzkontrolle und der Finanzplanung.
  • Überwachung und Beurteilung der internen Kontrolle im Bereich der finanziellen Berichterstattung.
  • Überwachung und Beurteilung der Wirksamkeit der externen Revision sowie ihrer Zusammenarbeit mit der internen Revision (Group Internal Audit).
  • Beurteilung der über den Bereich der finanziellen Berichterstattung hinausgehenden internen Kontrolle und des Group Internal Audit.
  • Überwachung und Beurteilung des Risikoprofils und der Risikosituation der LLB-Gruppe.

Nominierungs- und Entschädigungsausschuss

Das «Reglement Nominierungs- und Entschädigungsausschuss» der LLB-Gruppe regelt Organisation und Arbeitsweise sowie Kompetenzen und die Aufgaben des Ausschusses, soweit diese nicht zwingend durch Gesetz, Statuten oder Geschäftsordnung vorgegeben sind. Dr. Hans-Werner Gassner hatte den Vorsitz inne, Markus Foser und Markus Büchel gehörten dem Gremium als Mitglieder an. Markus Büchel folgte in dieser Funktion Siegbert Lampert, der aufgrund der Amtsdauerbeschränkung im Mai 2011 aus dem Verwaltungsrat ausschied.

Der Nominierungs- und Entschädigungsausschuss nimmt insbesondere folgende Aufgaben wahr:

  • Entwicklung von Kriterien für Vorschläge zur Selektion und Beurteilung der von der Generalversammlung zu wählenden Verwaltungsratsmitglieder sowie Unterbreitung von Wahlvorschlägen an den Verwaltungsrat zuhanden der Generalversammlung.
  • Erarbeitung von Nachfolgeplänen und deren periodische Überprüfung sowohl für den Fall des altersbedingten als auch des situativen Ausscheidens von Mitgliedern des Verwaltungsrates.
  • Entwicklung von Kriterien für die Selektion und Ernennung von Mitgliedern der Geschäftsleitung zuhanden des Verwaltungsrates.
  • Ausarbeitung und jährliche Überprüfung der Grundsätze und Reglemente für die Entschädigung der Mitglieder des Verwaltungsrates, der Mitglieder der Geschäftsleitung und der Mitarbeitenden der Liechtensteinischen Landesbank zuhanden des Verwaltungsrates.
  • Ausarbeitung von Vorschlägen für die Entschädigung der Mitglieder des Verwaltungsrates, der Mitglieder der Geschäftsleitung und der Mitarbeitenden der internen Revision zuhanden des Verwaltungsrates nach Massgabe bestehender Grundsätze und Reglemente.
  • Jährliche Überprüfung der Entschädigung der Mitglieder des Verwaltungsrates und der Mitglieder der Geschäftsleitung zuhanden des Verwaltungsrates nach Massgabe bestehender Grundsätze und Reglemente.

Vertretung in Stiftungen

Hans-Werner Gassner ist Mitglied des Stiftungsrates der «Zukunftsstiftung der Liechtensteinischen Landesbank AG».

Zwei Mitglieder des Verwaltungsrates waren 2011 in den Vorsorgestiftungen der Liechtensteinischen Landesbank AG vertreten: Markus Büchel als Präsident des Stiftungsrates der Personalvorsorgestiftung sowie als Mitglied des Stiftungsrates der Zusatzvorsorgestiftung und der Arbeitgeberstiftung; Ingrid Hassler-Gerner als Mitglied des Stiftungsrates der Personalvorsorgestiftung sowie als Präsidentin des Stiftungsrates der Zusatzvorsorgestiftung und der Arbeitgeberstiftung.

3.4.3 Arbeitsweise des Verwaltungsrates und seiner Ausschüsse

Der Verwaltungsrat der Liechtensteinischen Landesbank AG trifft sich monatlich (ausgenommen im Juli) zu seinen mindestens halbtägigen ordentlichen Sitzungen. Im Geschäftsjahr 2011 trat er insgesamt 15-mal zu ordentlichen und ausserordentlichen Sitzungen zusammen. Neun Sitzungen dauerten einen Tag, fünf Sitzungen maximal einen halben Tag und die Klausurtagung zwei Tage. Diese führte der Verwaltungsrat mit der Geschäftsleitung im Anschluss an die ordentliche Sitzung im Juni 2011 durch. Die Klausurtagung war ausschliesslich Risikothemen gewidmet. Bei den ausserordentlichen Sitzungen wurden vor allem strategische Themen diskutiert. Mit folgenden Ausnahmen waren jeweils sämtliche Verwaltungsratsmitglieder anwesend: Dr. Felix R. Ehrat war bei dreieinhalb Sitzungen nicht anwesend aufgrund anderweitiger beruflicher Verpflichtungen in Zusammenhang mit seiner neuen Tätigkeit als Group General Counsel der Novartis-Gruppe. Markus Foser war bei einer Sitzung nicht anwesend, Grund war die Geburt seiner Tochter.

Der Präsident des Verwaltungsrates – oder im Verhinderungsfalle der Vizepräsident – lädt zu den Sitzungen ein und leitet diese. Mit der schriftlichen Einladung werden den Mitgliedern die Traktandenliste, das letzte Protokoll sowie weitere wesentliche Sitzungsunterlagen zugestellt. Aus wichtigen Gründen können zwei Verwaltungsratsmitglieder die unverzügliche Einberufung einer Sitzung verlangen.

Der Verwaltungsrat ist beschlussfähig, wenn die Mehrheit seiner Mitglieder anwesend ist. Er fasst seine Beschlüsse mit der einfachen Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Bei Stimmengleichheit entscheidet der Präsident. In dringenden Fällen können Beschlüsse auf dem Zirkularweg gefasst werden. Zum Zirkulationsverfahren ist Einstimmigkeit erforderlich. Zirkularbeschlüsse werden mit dem einfachen Mehr der abgegebenen Stimmen gefasst. Bei Stimmengleichheit entscheidet der Präsident. Die Mitglieder des Verwaltungsrates sind verpflichtet, dem Präsidenten allfällige Interessenkonflikte mitzuteilen. Der Verwaltungsrat entscheidet, ob ein Ausstandsgrund vorliegt. Im Falle eines Ausstandsgrundes darf der Betroffene weder bei der Beratung noch bei der Abstimmung zum entsprechenden Geschäft anwesend sein. Der Vorsitzende der Geschäftsleitung nimmt in der Regel an den Sitzungen des Verwaltungsrates teil. Die übrigen Mitglieder der Geschäftsleitung sind bei den sie betreffenden Traktanden anwesend.

Anfang 2011 beurteilte der Verwaltungsrat seine eigenen Leistungen im Rahmen einer Selbstevaluation. Diese umfasste auch die Tätigkeit des Group Audit & Risk Committee und des Nominierungs- und Entschädigungsausschusses. Um hohe Aussagekraft der Ergebnisse zu erreichen, wurde die Selbstbeurteilung mittels strukturierter Fragebogen auf anonymisierter Basis vorgenommen. Diese wertete das Beratungsunternehmen PricewaterhouseCoopers aus. Die Ergebnisse der Selbstevaluation zeigten die hohe Qualität der Arbeit im Verwaltungsrat und seinen Ausschüssen auf.

Die Mitglieder des Group Audit & Risk Committee treffen sich mindestens viermal jährlich zu ordentlichen Sitzungen. Diese werden vom Vorsitzenden einberufen. Vor jeder Sitzung erstellt er eine Traktandenliste, die den Sitzungsteilnehmern zusammen mit den notwendigen Unterlagen frühzeitig zugeht. Die Mitglieder des Group Audit & Risk Committee, die externe Revision, der Leiter Group Internal Audit und die Vorsitzenden der Group Risk Committees können beim Vorsitzenden des Group Audit & Risk Committee die Einberufung von ausserordentlichen Sitzungen beantragen. Im Geschäftsjahr 2011 fanden sieben ordentliche Sitzungen statt. Diese dauerten zwischen zweieinhalb und acht Stunden. Bei einer Sitzung war ein Mitglied entschuldigt, ansonsten waren alle Ausschussmitglieder anwesend. Das Group Audit & Risk Committee kann zur Behandlung spezifischer Themen auch weitere Personen wie Mitglieder der Gruppenleitung, die Vorsitzenden der Group Risk Committees, andere Mitarbeitende von Gesellschaften der LLB-Gruppe, Vertreter der externen Revision oder externe Berater einladen. Der Vorsitzende der Geschäftsleitung sowie der Leiter Group Internal Audit nehmen üblicherweise mit beratender Stimme an den Sitzungen teil. Im Geschäftsjahr 2011 wurden keine externen Experten beigezogen.

Der Nominierungs- und Entschädigungsausschuss tagt, sooft es die Geschäfte erfordern, mindestens jedoch einmal pro Jahr. 2011 fanden fünf Sitzungen statt. Diese dauerten zwischen zwei und und dreieinhalb Stunden. Bei allen Sitzungen waren sämtliche Ausschussmitglieder anwesend. Der Vorsitzende der Geschäftsleitung nahm nicht an den Sitzungen teil. Externe Experten wurden im Geschäftsjahr 2011 nicht beigezogen.

Der Strategieausschuss traf sich im Jahr 2011 nicht separat. Die Strategieüberprüfung erfolgte bei einer ausserordentlichen Sitzung. Der Verwaltungsrat bestätigte die Drei-Säulen-Strategie, die auf Wachstum in Liechtenstein und in der Schweiz sowie auf die Erschliessung neuer Märkte abzielt. Zur Vorbereitung und Durchführung wurde ein externer Experte beigezogen.

In den Ausschüssen werden Beschlüsse mit der absoluten Mehrheit der anwesenden Mitglieder gefasst. Stimmberechtigt sind nur die Mitglieder der Ausschüsse. Bei Stimmengleichheit entscheidet der Vorsitzende. Die Behandlung der Traktanden und insbesondere die gefassten Beschlüsse werden protokolliert. Die Protokolle werden den Sitzungsteilnehmern und den Mitgliedern des Verwaltungsrates zugestellt. Die Vorsitzenden der Ausschüsse informieren den Gesamtverwaltungsrat an den Sitzungen über die Traktanden, die sie an ihrer letzten Ausschusssitzung behandelt haben, und unterbreiten ihm diejenigen Punkte, über die Beschluss gefasst werden muss. Zudem legen sie dem Gesamtverwaltungsrat einmal pro Jahr Rechenschaft über die Tätigkeit der Ausschüsse ab.

3.5 Kompetenzregelung

Dem Verwaltungsrat obliegen die Oberleitung, Aufsicht und Kontrolle. Ihm kommen alle Pflichten und Befugnisse zu, die durch Gesetz, Statuten oder interne Vorschriften nicht anderen Organen zugewiesen werden. Zusätzlich zu den in den Statuten aufgeführten Pflichten und Befugnissen hat der Verwaltungsrat insbesondere folgende unübertragbare Aufgaben:

Festlegung und periodische Überprüfung der mittel- und langfristigen Unternehmensziele (Strategie) sowie Bestimmung der Ressourcen zur Erreichung der Unternehmensziele.

  • Genehmigung des jährlichen Budgets.
  • Festlegung der Führungspolitik.
  • Ernennung
    • der Ausschussmitglieder aus seiner Mitte,
    • des Vorsitzenden und der anderen Mitglieder der Geschäftsleitung,
    • der Mitarbeitenden der internen Revision.
  • Behandlung der Berichte der internen Revision und der Revisionsstelle sowie Abnahme der Berichterstattung über diesbezüglich ergriffene Massnahmen.
  • Pflicht, sich über den Geschäftsgang und besondere Ereignisse regelmässig unterrichten zu lassen, insbesondere durch
    • die mindestens vierteljährliche Abnahme kommentierter Berichterstattungen in Bezug auf Geschäftsgang, Ertragslage, Bilanzentwicklung, Liquidität, Eigenkapitalerfordernisse und Risikolage,
    • die Sicherstellung der zeitnahen Informationen bei unmittelbar drohenden Risiken.
  • Erlass von Richtlinien oder Reglementen über die Grundzüge des Risikomanagements sowie über die Zuständigkeit und das Verfahren für die Bewilligung von risikobehafteten Geschäften, wobei insbesondere Markt-, Kredit-, Ausfall-, Abwicklungs-, Liquiditäts- und Imagerisiken sowie operationelle und rechtliche Risiken zu erfassen, zu begrenzen und zu überwachen sind.
  • Entscheid betreffend die Übernahme oder den Verkauf von Beteiligungen an anderen Unternehmungen sowie die Gründung oder Liquidation von Tochtergesellschaften und die Nominierung der Verwaltungsräte, die Mitarbeitende der Liechtensteinischen Landesbank sind.
  • Entscheid über die Errichtung und Aufhebung von Geschäftsstellen, Zweigniederlassungen und Repräsentanzen.
  • Entscheid über die Anhebung von Prozessen sowie den Abschluss von gerichtlichen und aussergerichtlichen Vergleichen mit Streitwerten über CHF 10 Mio.
  • Festlegung von Kreditkompetenzen und Beschlussfassung über Grossengagements (inkl. Klumpenrisiken) und Organkredite sowie Sicherstellung von Regelungen über Organ- und Personalgeschäfte.
  • Mindestens jährliche Festlegung von Gesamtpositions- und Einzellimiten.
  • Genehmigung des Geschäftsberichtes und Beschlussfassung über alle weiteren Anträge zuhanden der Generalversammlung.
  • Festlegung der Grundsätze für das Entschädigungssystem inklusive Festlegung der Löhne der Mitglieder der Geschäftsleitung sowie der Mitarbeitenden der internen Revision.
  • Festlegung der Ausgabenkompetenzen sowie Beschlussfassung über Geschäfte ausserhalb des vorgegebenen Rahmens.
  • Entscheid über die Ausübung von nebenberuflichen Tätigkeiten durch Mitglieder der Geschäftsleitung sowie Mitarbeitende der internen Revision.

Die Geschäftsleitung ist das oberste geschäftsführende Organ. Sie vertritt die Gesellschaft gegenüber Dritten, sofern vom Verwaltungsrat nicht eine besondere Delegation für einzelne Fälle bestellt wird. Zusätzlich zu den in den Statuten aufgeführten Grundsätzen ist die Geschäftsleitung insbesondere verantwortlich für:

  • Sicherstellung der Ausführung der Beschlüsse des Verwaltungsrates und seiner Ausschüsse.
  • Unterbreitung von Vorschlägen an den Verwaltungsrat und die zuständigen Ausschüsse, welche die Organisation des Geschäftsbetriebes im Allgemeinen zum Gegenstand haben, sowie von Anträgen für einzelne Geschäfte, soweit dieselben die Kompetenzen der Geschäftsleitung übersteigen, insbesondere betreffend:
  • Festsetzung und periodische Überprüfung der mittel- und langfristigen Unternehmensziele (Strategie) und Bestimmung der Ressourcen zur Erreichung der Unternehmensziele,
  • Beteiligungen, Tochtergesellschaften, Geschäftsstellen, Zweigniederlassungen und Repräsentanzen,
  • jährliches Kosten- und Ertragsbudget,
  • Entwurf des Geschäftsberichtes.
  • Implementierung einer effizienten Aufbau- und Ablauforganisation und eines wirkungsvollen internen Kontrollsystems zur Vermeidung und Limitierung von Risiken aller Art.
  • Ernennung der Personen (ausgenommen sind die Mitarbeitenden der internen Revision), welche für die Liechtensteinische Landesbank als Handlungsbevollmächtigte, Prokuristen, Vizedirektoren, stellvertretende Direktoren und Direktoren im Sinne der gesetzlichen Bestimmungen zeichnen.
  • Regelmässiges Reporting an den Verwaltungsrat, die zuständigen Ausschüsse und vornehmlich an den Präsidenten, unter anderem über den Geschäftsgang und besondere Ereignisse, sowie Vorlage des Entwurfs des Geschäftsberichtes.
  • Erlass der erforderlichen Anordnungen und Weisungen für die Geschäftsführung der Liechtensteinischen Landesbank, ihrer Geschäftsstellen, Zweigniederlassungen und Repräsentanzen.
  • Entscheidung über Geschäfte, sofern und soweit diese Geschäftseinheiten übergreifend sind oder diese die dem Leiter einer Geschäftseinheit und dem Vorsitzenden der Geschäftsleitung gemeinsam zustehenden Kompetenzen überschreiten.
  • Koordination der Führung und Verwaltung der Tochtergesellschaften und Beteiligungen.
  • Limitierung der Festübernahmen von Wertpapieren oder Wertpapierrechten im Rahmen von Primärmarkt-Transaktionen.
  • Koordination des Produktangebots der Liechtensteinischen Landesbank sowie Abstimmung der Preis- und Konditionenpolitik für die angebotenen Produkte und Dienstleistungen.
  • Entscheidung beziehungsweise Erlass von Grundsätzen über die Ausübung von nebenberuflichen Tätigkeiten durch das Personal, vorbehaltlich der Kompetenzen des Verwaltungsrates.
  • Übernahme von Repräsentationspflichten als Kollektivorgan und/oder als einzelnes Mitglied der Geschäftsleitung.
  • Abschluss von Zusammenarbeits- und Partnerschaftsverträgen sowie Beitritt zu Berufsverbänden.
  • Entscheid über den Erwerb und die Veräusserung von Liegenschaften im Rahmen der allgemeinen Ausgabenkompetenzen.

3.6 Informations- und Kontrollinstrumente gegenüber der Geschäftsleitung

Der Präsident des Verwaltungsrates nimmt einmal im Monat mit beratender Stimme an den Sitzungen der Geschäftsleitung teil. Zweck ist ein gegenseitiges Update über wichtige Themen.

Die Berichterstattung der Geschäftsleitung an den Verwaltungsrat erfolgt grundsätzlich durch deren Vorsitzenden. Er nimmt in der Regel, und zwar mit beratender Stimme, an den Sitzungen des Verwaltungsrates teil, informiert diesen über den Geschäftsgang sowie über besondere Ereignisse und steht für die Erteilung von Auskünften zur Verfügung. Die übrigen Mitglieder der Geschäftsleitung sind bei den sie betreffenden Traktanden vertreten. Der Vorsitzende der Geschäftsleitung nimmt in der Regel auch an den Sitzungen des Group Audit & Risk Committee teil.

Jedes Mitglied des Verwaltungsrates kann in den Sitzungen Auskunft über sämtliche Angelegenheiten der Liechtensteinischen Landesbank verlangen. Auch ausserhalb der Sitzungen kann jedes Mitglied des Verwaltungsrates von den Mitgliedern der Geschäftsleitung Einblick in die Protokolle der Geschäftsleitungssitzungen, Auskunft über den Geschäftsgang und – mit Ermächtigung des Präsidenten des Verwaltungsrates – auch über einzelne Geschäftsvorfälle verlangen.

Der Vorsitzende der Geschäftsleitung informiert den Präsidenten des Verwaltungsrates – bei Bedarf auch ausserhalb der Sitzungen des Verwaltungsrates – über den Geschäftsverlauf und besondere Ereignisse. Der Präsident des Verwaltungsrates hat den Gesamtverwaltungsrat über wichtige Ereignisse in Kenntnis zu setzen.

Interne Steuerung und Kontrolle

Die LLB-Gruppe verfügt für das monatliche Reporting über ein ausgebautes und standardisiertes Management Information System (MIS). Dieses beinhaltet quantitative und qualitative Daten zu Vergangenheit und Zukunft. Damit kann sich der Verwaltungsrat in konzentrierter Form ein Bild über die massgeblichen Entwicklungen – wie den Geschäftsgang, die Ertragslage, die Bilanzentwicklung, die Liquidität und die Risikosituation – machen.

Zur Ausübung seiner Aufsichts- und Kontrollfunktion steht dem Verwaltungsrat zusätzlich das Group Internal Audit zur Seite. Dieses ist ihm direkt unterstellt. Als unabhängige Instanz überprüft es insbesondere das Risikomanagement sowie die Effektivität der internen Kontrollen und der Führungs- und Überwachungsprozesse. Pflichten und Befugnisse der internen Revision sind in einem besonderen Reglement festgelegt. Die Planung der jährlichen Prüfungen erfolgt nach Massgabe der Risiko- und Kontrollfunktion und orientiert sich bei der langfristigen Abdeckung an einem Prüfinventar. Zur Vermeidung von Doppelspurigkeiten und zur Optimierung der Kontrolle werden die Prüfungspläne mit der gesetzlichen Revisionsstelle abgestimmt. Der kurzfristige Prüfungsplan sowie der Personalbedarfsplan werden vom Group Audit & Risk Committee begutachtet und dem Verwaltungsrat zur Genehmigung vorgelegt. Group Internal Audit überwacht ausserdem in regelmässigen Abständen die Behebung der festgestellten Mängel sowie die Umsetzung der Empfehlungen und berichtet dem Group Audit & Risk Committee darüber.

Risikomanagement

Die LLB-Gruppe misst einem proaktiven und ganzheitlichen Chancen-/Risikomanagement einen hohen Stellenwert bei. Der Verwaltungsrat hat Richtlinien und Reglemente über die Grundsätze des Risikomanagements sowie über die Zuständigkeit und das Verfahren für die Bewilligung von risikobehafteten Geschäften erlassen.

2011 haben wir unsere risikopolitischen Leitlinien überarbeitet und diese den veränderten Marktbedingungen, den neuen regulatorischen Anforderungen (Basel III) sowie der gewachsenen Unternehmensstruktur angepasst. Wir haben die qualitativen und quantitativen Standards für Risikoverantwortung, Risikomanagement und Risikokontrolle aktualisiert und detailliert festgelegt. Überdies haben wir die Bedeutung des Finanz- und Risikomanagements gestärkt, indem wir per Anfang 2012 auf Stufe der Gruppen- und Geschäftsleitung die Funktion des Chief Financial Officer (CFO) geschaffen haben. Zugleich haben wir zur Bewertung und Steuerung von Risiken einen adäquaten organisatorischen und methodischen Rahmen definiert. Mit dem Aufbau des so genannten «Internal Capital Adequacy Assessment Process» (ICAAP) stellen wir sicher, dass stets genügend Eigenkapital zur Abdeckung aller wesentlichen Risiken vorhanden ist.

Das Risikomanagement ist bestrebt, eine einheitliche Risikokultur und -betrachtung zu schaffen und aufrechtzuerhalten. Dadurch wird die Grundlage für ein angemessenes Risiko-Ertrags-Profil und für eine optimale Kapitalallokation gelegt. Das Group Audit & Risk Committee lädt die Vorsitzenden folgender Group Risk Committees zur quartalsweisen Besprechung der Statusberichte ein: Group Risk Management Committee, Group Asset & Liability Committee, Group Credit Risk Committee und Group Operational Risk Committee. Deren Berichte werden halbjährlich zu einem Gesamtrisikoreport der LLB-Gruppe zusammengefasst, welcher vom Verwaltungsrat behandelt wird. Weitere Angaben zum Risikomanagement finden sich im Anhang zur konsolidierten Jahresrechnung der LLB-Gruppe im Kapitel Risikomanagement.

Informationssicherheit

Die Mitarbeitenden der LLB-Gruppe sind zur Compliance – das heisst zur Einhaltung aller gesetzlichen, regulatorischen und betriebsinternen Vorschriften – verpflichtet. Sie werden dabei vom Fachstab Group Compliance unterstützt. Dessen Aufgaben und Grundsätze sind in einem internen Regelwerk umschrieben. Dieses beinhaltet auch ein striktes Compliance-Management, das garantiert, dass sich die Mitarbeitenden uneingeschränkt an die Gesetze der Länder, in denen die LLB-Gruppe tätig ist, halten. Neben der systematischen Ausbildung der Mitarbeitenden und dem Erlass detaillierter Weisungen wird vor allem auch auf wirkungsvolle Kontroll- und Überwachungsinstrumente Wert gelegt. Die Oberaufsicht und Kontrolle über die Compliance obliegen dem Verwaltungsrat. Dabei wird er vom Group Audit & Risk Committee unterstützt. Der Verwaltungsrat gibt sich mindestens einmal jährlich darüber Rechenschaft, ob die für ihn und das Unternehmen anwendbaren Compliance-Grundsätze hinreichend bekannt sind und ihnen dauernd nachgelebt wird.

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