Corporate Governance

Durch unsere Corporate Governance stellen wir eine verantwortungsbewusste und transparente Leitung sowie Kontrolle der LLB-Gruppe sicher. Wesentliche Grundlagen sind die Richtlinie der SIX Swiss Exchange zur Corporate Governance, das liechtensteinische Öffentliche-Unternehmen-Steuerungs-Gesetz (ÖUSG) und das Gesetz über die Liechtensteinische Landesbank. 2011 hat die Regierung für die LLB eine Beteiligungsstrategie erlassen.

Hauptaktionär Land Liechtenstein

Das Gesetz über die Steuerung und Überwachung öffentlicher Unternehmen, das am 1. Januar 2010 in Kraft trat, verpflichtet die liechtensteinische Regierung zum Erlass einer sogenannten Beteiligungsstrategie für die Beteiligung des Landes an der Liechtensteinischen Landesbank AG. Am 22. November 2011 hat die Regierung, als Vertreterin des Hauptaktionärs, des Landes Liechtenstein, diese Strategie verabschiedet. Die Beteiligungsstrategie definiert, wie das Land mit seiner Mehrheitsbeteiligung an der Liechtensteinischen Landesbank AG mittel- und langfristig umzugehen plant, und bietet dadurch auch den Minderheitsaktionären Planungssicherheit.

Die Regierung bekennt sich zur Börsenkotierung der LLB und hält an ihrer Mehrheitsbeteiligung von mindestens 51 Prozent fest. Bei der Generalversammlung vertritt sie im Rahmen der aktienrechtlichen Kompetenzen die Interessen des Landes. Sie berücksichtigt die unternehmerische Autonomie sowie die Rechte und Pflichten, die sich aus der Börsenkotierung ergeben. Zugleich respektiert sie als Aktionärin die Entscheidungsfreiheit des Verwaltungsrates hinsichtlich Unternehmensstrategie und Unternehmenspolitik. Gestützt auf Art. 15 des Corporate-Governance-Gesetzes wurde die Beteiligungsstrategie nach Rücksprache mit dem Verwaltungsrat der LLB festgelegt. Als Unternehmensgruppe, die sich teilweise in öffentlicher Hand befindet, sich aber gleichzeitig den Regeln des Marktes und dem Wettbewerb stellen muss, entwickeln wir unsere Corporate Governance kontinuierlich weiter.

Grundlagen

Zu den Kennzeichen unserer verantwortungsbewussten und an langfristiger Wertschöpfung ausgerichteten Unternehmensführung gehören gute Beziehungen zu den Aktionären, die effiziente Zusammenarbeit von Geschäftsleitung und Verwaltungsrat, ein erfolgsorientiertes Vergütungssystem sowie eine transparente Rechnungslegung und Berichterstattung.

Die Prinzipien und Regeln zur Corporate Governance sind in zwei Gesetzen niedergelegt: im Gesetz über die Steuerung und Überwachung öffentlicher Unternehmen (Öffentliche-Unternehmen-Steuerungs-Gesetz, ÖUSG) vom 19. November 2009 und im Gesetz über die Liechtensteinische Landesbank (LLBG) vom 21. Oktober 1992. Zudem sind sie in den Statuten und der Geschäftsordnung der LLB festgehalten, die regelmässig überprüft und bei Bedarf angepasst werden. Diese Dokumente orientieren sich an den Leitlinien und Empfehlungen des «Swiss Code of Best Practice for Corporate Governance» des Verbandes der Schweizer Unternehmen (economiesuisse).

Seit Dezember 2010 führt der Verwaltungsrat der LLB-Gruppe das «Best Board Practice»-Label der Schweizerischen Vereinigung für Qualitäts- und Management-Systeme (SQS) sowie der Liechtensteinischen Gesellschaft für Qualitätssicherungs-Zertifikate (LQS). Tätigkeit und Organisation des Verwaltungsrates verfügen über einen hohen Gütegrad.

Der nachfolgende Corporate-Governance-Bericht erfüllt die Anforderungen der seit 1. Juli 2002 geltenden «Richtlinie betreffend Informationen zur Corporate Governance» der Schweizer Börse SIX Swiss Exchange sowie des per 20. September 2007 aktualisierten Kommentars der SIX. Werden die in der Richtlinie verlangten Informationen im Anhang zur Jahresrechnung offengelegt, wird auf die entsprechende Anmerkung im Anhang verwiesen.

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