Markt Inland

Privat- und Firmenkunden

Die Weltkonjunktur zeigte sich 2011 fragil. Das Marktumfeld wurde von einem intensiven Wettbewerb geprägt. Dennoch konnte die LLB-Gruppe die Zahl ihrer Privat- und Firmenkunden im Markt Inland leicht erhöhen sowie ihre starke Position im Hypothekargeschäft festigen. Trotz grossem Konkurrenzdruck konnten wir die Zinsmargen im Kreditgeschäft halten. Die durchschnittlichen Belehnungssätze blieben stabil. Erste Wahl waren bei den meisten Kunden kurz laufende Festhypotheken. Die Liechtensteinische Landesbank wendet bei der Kreditvergabe ihre bewährten Grundsätze an. Wesentlich sind hierbei der Belehnungswert und eine ausreichende Tragbarkeit.

Das wirtschaftliche Umfeld war im Berichtsjahr anspruchsvoll: Die Schuldenkrise in der Euro-Zone, die starke Aufwertung des Schweizer Frankens und die abflauende Auslandskonjunktur belasteten die Wirtschaft in unseren Heimmärkten. Die Entwicklung in Europa gilt für die Wirtschaftsstandorte Liechtenstein und Schweiz als Hauptrisiko, denn für beide Länder ist die EU der wichtigste Handelspartner. Die Exportindustrie musste sich 2011 mit Währungseffekten auseinandersetzen. Am 6. September entschied die Schweizerische Nationalbank, den Mindestkurs des Frankens zum Euro auf 1.20 festzulegen. Diese Massnahme führte zu einer Stabilisierung der Lage und brachte für die Unternehmen mehr Planungssicherheit. In den ersten drei Quartalen 2011 nahmen die Ausfuhren zu, im letzten Quartal jedoch kühlte das Exportklima merklich ab.

Auch die Umsätze des Detailhandels gingen zurück, der starke Franken zog einen Einkaufstourismus in die Euro-Länder nach sich. Der Boom in der Bauwirtschaft hielt, gestützt durch die historisch tiefen Zinsen, weiter an. In der Ostschweiz blieb die Nachfrage nach Wohnungseigentum aufgrund der Zuwanderung gross. Mit der erwarteten Liberalisierung in diesem Bereich verharrte auch die Bauwirtschaft in Liechtenstein auf hohem Niveau. Die Arbeitslosenquote lag in den Heimmärkten der LLB-Gruppe unter dem Schweizer Durchschnitt von 3.3 Prozent Ende Dezember 2011. In Liechtenstein betrug sie 2.5 Prozent, in der Ostschweiz 2.4 Prozent.

Betriebliche und private Vorsorge

Weiterhin dynamisch – wenn auch langsamer – hat sich 2011 der Vorsorgeplatz Liechtenstein entwickelt. Hauptprodukte der Versicherungsgesellschaften sind innovative Versicherungslösungen, die auf die rechtlichen und steuerlichen Gesetzgebungen der Zielländer zugeschnitten werden und eine wichtige Form der Altersvorsorge darstellen. Als EWR-Staat und Zollvertragspartner der Schweiz ist Liechtenstein das einzige Land mit Zugang zum schweizerischen und zum europäischen Markt. Die stabile und liberale Wirtschaftsordnung fördert Produktinnovationen. So ist Liechtenstein ein guter Standort für internationale Pensionsfonds. Seit 1989 ist in Liechten stein das Know-how im Bereich der obligatorischen beruflichen Vorsorge gewachsen. 2007 hat Liechtenstein die EU-Pensionfondsrichtlinie im nationalen Pensionsfondsgesetz verankert. Damit befindet es sich in einer guten Ausgangslage, um im jungen Wachstumsmarkt mitzuspielen.

Die Liechtensteinische Landesbank AG hat sich auf dem Vorsorgeplatz als Kompetenzzentrum für die betriebliche und private Altersvorsorge etabliert. Auch wenn sie im September 2011 ihre 48-prozentige Beteiligung an der Lebensversicherungsgesellschaft Elips Life AG an die Schweizerische Rückversicherungsgesellschaft (Swiss Re) verkauft hat, arbeitet sie im Bereich der kollektiven Vorsorge nach wie vor mit dem Unternehmen zusammen. Sie baut die Bereiche private Finanzplanung und betriebliche Vorsorge weiter aus.

Zugleich wächst die LLB Vorsorgestiftung für Liechtenstein stetig. Per 31. Dezember 2011 betreute sie 330 (2010: 300, 2009: 288) Unternehmen mit 3'500 (2010: 2'981, 2009: 2'679) Mitarbeitenden. Das Vorsorgekapital lag bei CHF 291 Mio. (2010: CHF 243 Mio., 2009: CHF 212 Mio.). Der Schweizer Pensionskasse ALVOSO LLB waren 261 (2010: 271, 2009: 231) Unternehmen mit 1'281 (2010: 1'294, 2009: 1'024) Mitarbeitenden angeschlossen. Das Vorsorgekapital belief sich auf CHF 156 Mio. (2010: CHF 154 Mio., 2009: CHF 128 Mio.).

Trotz der schwachen Finanzmärkte und volatiler Währungen sind die Pensionskassen der LLB-Gruppe unverändert solide finanziert. Die LLB Vorsorgestiftung für Liechtenstein zeigt sich stabil und wächst weiter. Die Verzinsung der Alterskapitalien der Versicherten lag bei 2.0 Prozent. Die jährlichen Altersgutschriften betrugen rund CHF 23 Mio. Nach Grösse und Marktanteilen belegt die jüngste Vorsorgestiftung des Landes Platz zwei unter den unabhängigen Sammelstiftungen in Liechtenstein. 2011 haben wir unsere technischen Grundlagen überprüft. Im Mittelpunkt stand dabei zum einen der technische Zinssatz, der jetzt bei 4.0 Prozent liegt und ab 1. Januar 2012 angesichts der demografischen Entwicklung auf 3.5 Prozent gesenkt wird. Zum anderen ging es um die Festlegung des Rentenumwandlungssatzes, der 7.0 Prozent beträgt und ab 1. Januar 2015 auf 6.8 Prozent gesenkt wird. Die LLB Vorsorgestiftung für Liechtenstein verfügt über eine sehr gute Versichertenstruktur: Einem Rentner stehen 100 aktive Versicherte gegenüber.

Entwicklung Vorsorgekapital

2007 – 2011, in Millionen CHF 

Entwicklung Vorsorgekapital (Balkendiagramm)

 

Wichtigste Marktbearbeitungsmassnahmen im Markt Inland

(XLS:)

 

 

 

 

 

 

 

LLB

 

Bank Linth

Neue Produkte
und Dienstleistungen




Zwei inflationsgeschützte Fonds
Einführung des Segments Individualkunden
Spezialaktionen zum
150-Jahr-Jubiläum

Kampagne «Richtig einfach» (Konzept zur Vereinfachung der Bankdienstleistungen)

Kundenanlässe










«Exklusiv im Hof»
(Kundenanlässe im Private Banking)
Women Finance
Investmentforum
Inhouse-Seminare bei Unternehmen
Finanzperspektiven zum Thema betriebliche Vorsorge
Diverse Aktionen im Rahmen des
150-Jahr-Jubiläums
LLB-Golfturnier Domat /Ems






Zwei Anlegerkonferenzen in Pfäffikon (SZ) und Bad Ragaz
7. Bank-Linth-Golf-Einladungsturnier in Bad Ragaz
Vier Kundenanlässe im Private Banking

Messen

 

 

GEWA Hombrechtikon

Standorte


Neubau der Geschäftsstelle Eschen
Zusammenarbeit mit der Liechtensteinischen Post im Bereich Geldautomaten ab 2012



Eröffnung der Geschäftsstellen Erlenbach und Winterthur
Planung und/oder Beginn der Neubauten/Renovierungen der Geschäftsstellen Pfäffikon (SZ), Kaltbrunn und Schmerikon

Marktauftritt


Überarbeitung der Website www.llb.li
Imagekampagne 150-Jahr-Jubiläum

 

 

Die Hypothekarkredite, die eine Bank heute eingeht, bestimmen ihre Bilanz für die nächsten zwanzig bis dreissig Jahre. Die Entwicklung in der Schweiz rückte 2011 ein nachhaltiges Risikomanagement der Hypothekaranbieter ins Zentrum. Dieses muss sicherstellen, dass trotz tiefer Zinsniveaus und enger Margen eine vorsichtige und sorgfältige Kreditvergabe betrieben wird. Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (FINMA) und die Schweizerische Nationalbank sowie die Finanzmarktaufsicht Liechtenstein (FMA) haben 2011 das Hypothekargeschäft der Banken genauer überprüft. Die LLB-Gruppe hält sich an eine strenge Ausleihungspolitik. Sie verfolgte auch 2011 das Ziel, die Eigenmittel zu erhöhen, und hat die Eigenmittel- und Liquiditätsvorschriften des neuen Globalstandards Basel III bereits weitgehend umgesetzt.

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