Erfolgsrechnung

Ungeachtet der volatilen Märkte und des starken Schweizer Frankens konnten wir im Geschäftsjahr 2011 einen Geschäftsertrag von CHF 404.9 Mio. ausweisen. Das sind CHF 31.9 Mio. beziehungsweise 7.3 Prozent weniger als im Vorjahr.

Wie in den Vorjahren trugen hauptsächlich die beiden Ertragssäulen Zinsengeschäft sowie Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft zum Geschäftsertrag bei. Der Erfolg aus dem Zinsengeschäft stieg um 8.3 Prozent auf CHF 189.8 Mio. (2010: CHF 175.2 Mio.). Grund dafür war hauptsächlich ein um 9.3 Prozent auf CHF 107.4 Mio. gesunkener Zinsaufwand sowie ein um 1.2 Prozent höherer Zinsertrag dank gestiegener Kundenausleihungen. Zwar erholten sich die Finanzmärkte im ersten Halbjahr 2011, doch wurde dies durch die negative Entwicklung im Euro-Raum im weiteren Jahresverlauf kompensiert. Vor diesem Hintergrund und angesichts des starken Schweizer Frankens konnten die erwarteten Erträge im Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft nicht generiert werden. Dies hatte zur Folge, dass der Erfolg aus dem Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft um 6.8 Prozent auf CHF 208.9 Mio. (2010: CHF 224.0 Mio.) sank. Grund dafür waren im Wesentlichen um 11.9 Prozent niedrigere Courtagen, sie betrugen im Berichtsjahr CHF 73.4 Mio., sowie ein um 7.4 Prozent geringerer Erfolg aus der Wertschriftenverwaltung, dieser belief sich auf CHF 37.5 Mio. Positiv wirkte sich aus, dass der Aufwand des übrigen Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäfts um CHF 4.8 Mio. beziehungsweise 14.6 Prozent auf CHF 28.1 Mio. zurückging. Insgesamt reduzierte sich der Aufwand aus dem Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft um CHF 4.0 Mio. beziehungsweise 8.5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Aus Handelsgeschäften hingegen resultierte ein Verlust von CHF 6.2 Mio.; 2010 hatte die LLB-Gruppe noch einen Gewinn von CHF 27.5 Mio. verbucht. Grund hierfür ist insbesondere die Wertänderung der Zinssatzswaps, welche zu einem Verlust von CHF 33.8 Mio. im Jahr 2011 führte (2010: Verlust von CHF 2.1 Mio.). Der übrige Erfolg betrug CHF 11.8 Mio. (2010: CHF 13.5 Mio.).

Der Geschäftsaufwand erhöhte sich 2011 um 22.0 Prozent auf CHF 387.1 Mio. Im Wesentlichen ist dies auf die Einzelwertberichtigung eines Lombardkredits sowie auf höhere Rückstellungen für operationelle Risiken zurückzuführen. Hinzu kamen um CHF 6.5 Mio. höhere Abschreibungen und Amortisationen aufgrund der getätigten Investitionen im Zusammenhang mit der Einführung der Bankensoftware Avaloq.

Der Personalaufwand lag mit CHF 181.1 Mio. nur leicht über dem Vorjahreswert von CHF 178.3 Mio. Der Sachaufwand stieg um CHF 3.4 Mio. beziehungsweise 4.1 Prozent auf CHF 88.1 Mio. (2010: CHF 84.6 Mio.). Diese Zunahme resultiert aus erhöhten Aufwendungen für die neue gruppenweite IT-Plattform sowie einmaligen Kosten für das 150-Jahr-Jubiläum der Liechtensteinischen Landesbank AG.

Per Ende 2011 beschäftigte die LLB-Gruppe teilzeitbereinigt 1'123 Mitarbeitende (31  Dezember 2010: 1'087 Mitarbeitende). Der durchschnittliche Personalbestand lag im Berichtsjahr bei 1'105 Mitarbeitenden (2010: 1'070 Mitarbeitende).

Geschäftsertrag 2011

CHF 404.9 Millionen

Geschäftsertrag 2011 (Tortendiagramm)
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