Rechnungslegungsgrundsätze

1 Grundlegende Informationen

Die LLB-Gruppe bietet eine breite Palette von Finanzdienstleistungen an. Der Schwerpunkt liegt in den Bereichen Vermögensverwaltung und Anlageberatung für private und institutionelle Kunden sowie im Privat- und Firmenkundengeschäft.

Die Liechtensteinische Landesbank Aktiengesellschaft, gegründet und mit Sitz in Vaduz, ist die Muttergesellschaft der LLB-Gruppe. Sie ist an der SIX Swiss Exchange kotiert.

Die vorliegende konsolidierte Jahresrechnung wurde vom Verwaltungsrat in seiner Sitzung vom 1. März 2012 genehmigt und zur Veröffentlichung freigegeben.

Zudem muss die konsolidierte Jahresrechnung der Generalversammlung vom 4. Mai 2012 zur Genehmigung vorgelegt werden.

2 Zusammenfassung der wesentlichen Rechnungslegungsgrundsätze

Die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die bei der Erstellung der vorliegenden konsolidierten Jahresrechnung angewendet wurden, sind im Folgenden dargestellt. Die beschriebenen Methoden wurden konsequent auf die dargestellten Berichtsperioden angewendet, sofern nichts anderes angegeben ist.

2.1 Grundlagen der Abschlusserstellung

Die konsolidierte Jahresrechnung wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt.

Der Konzernabschluss wurde, mit Ausnahme der Neubewertung von einigen finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, auf der Basis der historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten erstellt.

Die IFRS enthalten Richtlinien, die von der LLB-Gruppe bei der Erstellung der konsolidierten Jahresrechnung Annahmen und Schätzungen erfordern. Goodwill, immaterielle Anlagen, Fair-Value-Bestimmungen für Finanzinstrumente sowie Vorsorgepläne sind Bereiche mit höheren Beurteilungsspielräumen, bei denen Annahmen und Schätzungen von entscheidender Bedeutung für den Konzernabschluss sind. Erläuterungen dazu sind unter Anmerkung 21, Anmerkung 39 und unter den Vorsorgeplänen (Seite 132) aufgeführt.

Anpassung von bestehenden Standards beziehungsweise Neuinterpretationen, die ab 2011 anzuwenden sind:

  • IAS 24 (angepasst) «Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen». Der revidierte Standard ändert die Definition der Beziehung zu nahe stehenden Personen und Unternehmen sowie die Befreiung von gewissen Offenlegungspflichten von Transaktionen zwischen der Regierung nahe stehende Unternehmen.
  • IAS 32 (angepasst) «Finanzinstrumente: Darstellung». Die Anpassung sieht vor, dass Bezugsrechte als Eigenkapital zu klassifizieren sind, wenn deren Ausübung zu einem fixen Barbetrag erfolgt, wobei die Währung des Ausübungspreises irrelevant ist, sofern die Bezugsrechte anteilsmässig zum selben Betrag an alle Anteilseigner ausgegeben werden.
  • IFRIC 14 (angepasst) «Vorauszahlung einer Mindestdotierungsverpflichtung». Die vom IASB vorgenommenen Anpassungen im IFRC 14, welcher eine Interpretation von IAS 19 «Leistungen an Arbeitnehmer» darstellt, präzisiert, dass freiwillige Zahlungen in einen Vorsorgeplan mit Überdeckung als Vermögenswert zu erfassen ist.
  • IFRIC 19 (angepasst) «Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente». Wenn ein Kreditnehmer Eigenkapitalinstrumente zur vollständigen oder partiellen Tilgung der finanziellen Verbindlichkeit an Kreditgeber ausgibt, sind diese Eigenkapitalinstrumente als gezahltes Entgelt anzusehen und der Kreditnehmer hat die finanzielle Verbindlichkeit vollständig oder partiell auszubuchen.

Diese Änderungen haben keinen Einfluss auf den Jahresabschluss.

Auf die frühzeitige Anwendung zusätzlicher ab dem 1. Januar 2012 oder später gültiger Standards und Interpretationen wurde verzichtet. Es sind dies:

  • IAS 12, «Ertragsteuern» (Geschäftsjahre beginnend am 1. Januar 2012). Die Änderung betrifft die Renditeliegenschaften, die zum Fair Value bewertet werden, wobei bei der Ermittlung der latenten Steuern die Erwartung zu berücksichtigen ist, ob sich der Buchwert durch Verkauf oder Nutzung der Liegenschaft resultieren lässt.
  • IAS 19, «Leistungen an Arbeitnehmer» (Geschäftsjahre beginnend am 1. Januar 2013). Die vom IASB veröffentlichten Anpassungen umfassen den Ansatz von Änderungen in der Nettoschuld (dem Nettovermögen) aus leistungsorientierten Plänen einschliesslich der sofortigen Erfassung von leistungsorientierten Kosten, dem Ansatz von Neubewertungen im sonstigen Gesamtergebnis, zudem werden bessere Angaben zu leistungsorientierten Plänen gefordert.
  • IAS 27 «Konzern- und separate Abschlüsse nach IFRS» und IAS 28 «Anteile an assoziierten Unternehmen» im Zusammenhang mit der Einführung von IFRS 10 «Konzernabschlüsse», IFRS 11 «Gemeinsame Vereinbarungen» und IFRS 12 «Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen» (Geschäftsjahre beginnend am 1. Januar 2013). Die neuen IFRS Standards ersetzen beziehungsweise ergänzen die Bilanzierung und Offenlegung in Konzern- und Einzelabschlüssen. Weiter werden einzelne Definitionen in den Standards neu interpretiert beziehungsweise ergänzt oder ersetzt.
  • IFRS 7, «Finanzinstrumente: Angaben» (Geschäftsjahre beginnend am 1. Juli 2011). Die angepasste Offenlegungspflicht sieht zusätzliche Angabepflichten zum Transfer von finanziellen Vermögenswerten und den damit verbundenen Verpflichtungen vor.
  • IFRS 9, «Finanzinstrumente» (Geschäftsjahre beginnend am 1. Januar 2015). Der aktualisierte IFRS 9, welcher auch die überarbeiteten Regelungen zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten beinhaltet, enthält Anwendungsrichtlinien zu finanziellen Verbindlichkeiten und zur Ausbuchung von Finanzinstrumenten. Der Standard sieht zwei Bewertungskategorien für finanzielle Vermögenswerte vor: fortgeführte Anschaffungskosten und Fair Value. IFRS 9 verlangt, dass alle finanziellen Vermögenswerte nach dem Geschäftsmodell des Unternehmens für die Verwaltung der finanziellen Vermögenswerte und de n vertraglichen Cashflow-Merkmalen des Vermögenswerts klassifiziert werden. Nicht börsenkotierte Beteiligungstitel können in der Gesamtergebnisrechnung zum Fair Value erfasst werden. In der Gesamtergebnisrechnung einmal erfasste realisierte Gewinne oder Verluste können nachträglich nicht mehr erfolgswirksam erfasst werden. Alle anderen finanziellen Vermögenswerte werden erfolgswirksam zum Fair Value bewertet. Die Designation erfolgt bei der Ersterfassung für jedes Instrument separat und ist unwiderruflich. Die Vorschriften in IAS 39 bezüglich der Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Verbindlichkeiten wurden beibehalten. Die beiden Bewertungskategorien für finanzielle Verbindlichkeiten bleiben gegenüber den jetzigen Regelungen in IAS 39 («Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung») unverändert. Die Kriterien für die Klassifizierung einer erfolgswirksam zum Fair Value designierten finanziellen Verbindlichkeit bleiben ebenfalls unverändert. Für erfolgswirksam zum Fair Value designierte finanzielle Verbindlichkeiten werden Fair-Value-Veränderungen infolge des geänderten eigenen Kreditrisikos eines Unternehmens direkt in der Gesamtergebnisrechnung anstatt in der Erfolgsrechnung berücksichtigt.

Ein Projektteam der LLB analysiert gegenwärtig die Auswirkungen auf die Jahresrechnung der LLB-Gruppe.

Im Rahmen der jährlichen Verbesserungen wurden verschiedene Anpassungen von sieben bestehenden Standards und Interpretationen verabschiedet, die grösstenteils per 1. Januar 2012 in Kraft treten. Das Projektteam hat diese neuen Standards, Interpretationen und Anpassungen beurteilt und ist zum Schluss gekommen, dass diese die Finanzberichterstattung der LLB-Gruppe nicht wesentlich beeinflussen werden.

2.2 Konsolidierungsgrundsätze

Die Darstellung der Konzernrechnung richtet sich nach der wirtschaftlichen Betrachtungsweise. Der Konsolidierungszeitraum entspricht dem jeweiligen Kalenderjahr. Bei allen konsolidierten Gesellschaften ist das Geschäftsjahr mit dem Kalenderjahr identisch.

Tochtergesellschaften

Die konsolidierte Rechnung umfasst die Abschlüsse der Liechtensteinischen Landesbank AG und ihrer Tochtergesellschaften. Gruppengesellschaften, an denen die Liechtensteinische Landesbank AG direkt oder indirekt die Stimmenmehrheit besitzt oder an denen sie auf andere Weise die Kontrolle ausübt, werden vollkonsolidiert. Erworbene Tochtergesellschaften werden von dem Zeitpunkt an konsolidiert, an welchem die Kontrolle auf die LLB übergeht, und zu dem Zeitpunkt entkonsolidiert, an dem die Kontrolle endet.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode. Die Auswirkungen konzerninterner Transaktionen und Salden werden bei der Erstellung der Konzernrechnung eliminiert. Transaktionen mit Minderheiten werden im Eigenkapital verbucht.

Assoziierte Gesellschaften

Beteiligungen an assoziierten Gesellschaften, bei denen die LLB-Gruppe einen signifikanten Einfluss ausüben kann, aber nicht die Kontrolle besitzt (in der Regel entspricht dies einem Stimmenanteil zwischen 20 % und 50 %), werden nach der Equity-Methode bilanziert.

Änderungen im Konsolidierungskreis

Die Data Info Services AG, Vaduz, wurde im Jahr 2011 gegründet. Die Liechtensteinische Landesbank AG, Vaduz, hält 50 Prozent an dieser Gesellschaft. Diese wurde nach der Equity-Methode in den Konsolidierungskreis aufgenommen.

2.3 Allgemeine Grundsätze

Erfassung der Geschäfte

Käufe und Verkäufe von Handelsbeständen, derivativen Finanzinstrumenten und Finanzanlagen werden am Abschlusstag verbucht. Forderungen, einschliesslich Kundenausleihungen, werden im Zeitpunkt erfasst, in dem die Mittel an den Schuldner fliessen.

Abgrenzung der Erträge

Erträge aus Dienstleistungen werden erfasst, wenn diese erbracht wurden. Vermögensverwaltungsgebühren, Depotgebühren und ähnliche Erträge werden anteilsmässig während der Dauer der Dienstleistung erfasst. Zinsen werden nach der effektiven Zinsmethode erfasst. Dividenden werden mit der Entstehung des Rechtsanspruchs erfasst.

Inland versus Ausland

Unter «Inland» wird die Schweiz miteinbezogen.

2.4 Fremdwährungsumrechnung

Funktionale Währung und Berichtswährung

Die im Abschluss eines jeden Konzernunternehmens enthaltenen Posten werden auf Basis derjenigen Währung bewertet, die der Währung des primären wirtschaftlichen Umfeldes, in dem das Unternehmen operiert, entspricht (funktionale Währung).

Der Konzernabschluss ist in Schweizer Franken ausgewiesen. Der Schweizer Franken stellt die funktionale Währung und die Berichtswährung des Unternehmens dar.

Gruppengesellschaften

Gruppengesellschaften, die in einer von der Konzernwährung abweichenden funktionalen Währung bilanzieren, werden wie folgt umgerechnet: Aktiven und Verbindlichkeiten werden zu den Bilanzstichtagskursen umgerechnet, die Positionen der Erfolgsrechnung und der Mittelflussrechnung zum Durchschnittskurs der Periode. Alle sich daraus ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden als separate Posten im Eigenkapital erfasst.

Transaktionen und Salden

Fremdwährungstransaktionen werden mit den Wechselkursen zum Transaktionszeitpunkt in die funktionale Währung umgerechnet. Am Bilanzstichtag werden Aktiven und Passiven in Fremdwährungen zu den Stichtagskursen umgerechnet. Die aus der Bewertung resultierenden Kurserfolge werden erfolgswirksam verbucht. Für die Währungsumrechnung wurden folgende Kurse verwendet:

(XLS:)

Stichtagskurs

31.12.2011

31.12.2010

 

Durchschnittskurs

2011

2010

1 USD

0.9381

0.9375

 

1 USD

0.8861

1.0381

1 EUR

1.2158

1.2435

 

1 EUR

1.2320

1.3782

1 GBP

1.4550

1.4475

 

1 GBP

1.4198

1.6037

2.5 Segmentberichterstattung

Die Segmentberichterstattung stimmt mit den internen Berichten, die an den «Chief Operating Decision Maker» gemeldet werden, überein. Der «Chief Operating Decision Maker» ist für die Allokation von Ressourcen und die Überwachung der Ergebnisse der Geschäftsfelder verantwortlich. In der LLB-Gruppe nimmt die Gruppenleitung diese Funktion wahr.

Die Erträge und Aufwendungen werden nach dem Verantwortungsprinzip, basierend auf der Organisationsstruktur, den Geschäftsfeldern zugeordnet. Indirekte Kosten für interne Leistungsbeziehungen zwischen den Segmenten werden grundsätzlich nach dem Verursacherprinzip berücksichtigt: beim Leistungserbringer als Aufwandminderung und beim Leistungsempfänger als Aufwand. Im Corporate Center verbleiben die Erträge und Kosten für übergeordnete Dienstleistungen, die den Segmenten nicht zugeteilt werden können. Ausserdem sind die Konsolidierungsposten im Corporate Center enthalten. In Übereinstimmung mit IFRS 8 ist die LLB-Gruppe in folgende Segmente unterteilt: Markt Inland, Markt International und Markt Institutionelle. Diese Struktur bildet die Basis für die primäre Segmentberichterstattung. Die geografische Segmentberichterstattung erfolgt nach dem Betriebsstättenprinzip in den Segmenten Liechtenstein, Schweiz und andere Länder.

2.6 Zahlungsmittelbestand

Der Zahlungsmittelbestand umfasst die flüssigen Mittel, Forderungen aus Geldmarktpapieren mit einer Ursprungslaufzeit von weniger als drei Monaten sowie Forderungen gegenüber Banken (täglich fällig).

2.7 Flüssige Mittel

Flüssige Mittel enthalten Bargeld, Postscheckguthaben und Giro- beziehungsweise Sichtguthaben bei der Schweizerischen Nationalbank und ausländischen Notenbanken sowie Clearing-Guthaben bei anerkannten Girozentralen und Clearing-Banken.

2.8 Forderungen aus Geldmarktpapieren

Forderungen aus Geldmarktpapieren werden bei erstmaliger Erfassung zu effektiven Kosten bewertet, was dem Fair Value bei Gewährung entspricht. Die Folgebewertung erfolgt zu amortisierten Kosten, wobei die Effektivzinsmethode angewendet wird.

Zinsen auf Forderungen aus Geldmarktpapieren werden periodengerecht abgegrenzt und nach der Effektivzinsmethode unter dem Zinsertrag ausgewiesen.

2.9 Forderungen gegenüber Banken und Kundenausleihungen

Forderungen gegenüber Banken und Kundenausleihungen werden bei erstmaliger Erfassung zu effektiven Kosten bewertet, was dem Fair Value bei Gewährung entspricht. Die Folgebewertung erfolgt zu amortisierten Kosten, wobei die Effektivzinsmethode angewendet wird.

Zinsen auf Forderungen gegenüber Banken und Kundenausleihungen werden periodengerecht abgegrenzt und nach der Effektivzinsmethode unter dem Zinsertrag ausgewiesen.

Wertberichtigungen und Rückstellungen für Kreditrisiken

Grundsätzlich gewährt die LLB-Gruppe Ausleihungen nur auf gedeckter Basis beziehungsweise nur an Gegenparteien mit sehr hoher Bonität.

Eine Ausleihung wird als wertbeeinträchtigt erachtet, wenn die Wahrscheinlichkeit besteht, dass nicht der gesamte gemäss Vertrag geschuldete Betrag einbringbar ist. Ursachen für eine Wertminderung sind gegenparteien- oder länderspezifischer Natur. Hinweise für eine Wertminderung sind:

  • Finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners
  • Vertragsbruch wie beispielsweise ein Ausfall oder Verzug von Zinsen- oder Tilgungszahlungen
  • Erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass der Kreditnehmer in Insolvenz oder ein sonstiges Sanierungsverfahren geht
  • Volkswirtschaftliche oder regionale wirtschaftliche Bedingungen, die mit Ausfällen bei den Vermögenswerten der Gruppe korrelieren

Die Höhe der Wertminderung bemisst sich als Differenz zwischen dem Buchwert der Forderung und dem Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows aus dieser Forderung, diskontiert mit dem Effektivzinssatz. Eine Wertberichtigung für Kreditrisiken wird als Herabsetzung des Buchwertes einer Forderung in der Bilanz erfasst. Für Ausserbilanzpositionen, wie eine feste Zusage, wird dagegen eine Rückstellung für Kreditrisiken ausgewiesen. Die Wertminderungen werden erfolgswirksam erfasst.

2.10 Forderungen und Verpflichtungen aus Versicherungsverträgen

Die Forderungen und Verpflichtungen aus Versicherungsverträgen werden zum Fair Value bewertet. Die Forderungen werden auf der Aktivseite für 2011 unter der Bilanzposition «Zur Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswerte» ausgewiesen. Auf der Passivseite werden für 2011 die Verpflichtungen in der Position «Verpflichtungen von zur Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswerte» ausgewiesen.

Veränderungen der Fair Values und der Prämieneinnahmen sowie der versicherungsmathematischen Rückstellungen werden im «Erfolg Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft» in der Position «Erfolg Versicherungsgeschäft» ausgewiesen.

Die Finanziellen Verpflichtungen werden zum Fair Value bewertet, da die korrespondierenden Aktiven ebenfalls zum Fair Value bewertet sind und somit ein «Accounting Mismatch» verhindert wird.

2.11 Handelsbestände

Die Handelsbestände setzen sich aus Aktien, Anleihen und strukturierten Produkten zusammen. Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte werden zum Fair Value bewertet. Short-Positionen in Wertschriften werden als Verpflichtungen aus Handelsbeständen zum Fair Value ausgewiesen. Realisierte und unrealisierte Gewinne und Verluste sowie Zinsen und Dividenden werden im Erfolg Handelsgeschäft erfasst.

Die Fair Values notierter Anteile bemessen sich nach dem aktuellen Angebotspreis. Wenn für finanzielle Vermögenswerte kein aktiver Markt besteht oder es sich um nicht notierte Vermögenswerte handelt, werden die Fair Values mittels geeigneter Bewertungsmethoden (siehe 2.13 «Finanzanlagen») ermittelt.

2.12 Derivative Finanzinstrumente

Alle derivativen Finanzinstrumente werden als positive und negative Wiederbeschaffungswerte, was dem Fair Value entspricht, bewertet und in der Bilanz ausgewiesen. Der Fair Value wird aufgrund von Börsennotierungen ermittelt; falls keine solchen vorhanden sind, werden Bewertungsmodelle herangezogen. Realisierte und nicht realisierte Gewinne und Verluste werden im Erfolg Handelsgeschäft erfasst.

Absicherungsgeschäfte

Die LLB-Gruppe kann Hedge Accounting anwenden, wenn die Voraussetzungen gemäss IAS 39 für die Zulassung der Verbuchung als Absicherungsgeschäft erfüllt sind. Beim Abschluss eines Absicherungsgeschäftes wird bestimmt, ob es sich um die Absicherung des Fair Values einer Bilanzposition (Fair Value Hedge) oder um die Absicherung eines künftigen Geldflusses einer Bilanzposition beziehungsweise einer zukünftigen Transaktion (Cashflow Hedge) handelt.

Bei einem Fair Value Hedge wird die Veränderung des Fair Value des Absicherungsgeschäftes in der Erfolgsrechnung erfasst. Die Veränderung des Fair Value des abgesicherten Grundgeschäftes, die dem abgesicherten Risiko zugerechnet werden kann, berichtigt den Buchwert des abgesicherten Grundgeschäftes und wird ebenfalls in die Erfolgsrechnung aufgenommen.

Bei einem Cashflow Hedge wird die Veränderung des Fair Value des effektiven Teils des Absicherungsgeschäftes in einer separaten Position im Eigenkapital erfasst. Der im Eigenkapital ausgewiesene Gewinn oder Verlust aus dem Absicherungsgeschäft wird in jenen Perioden erfolgswirksam verbucht, in denen auch die abgesicherten Zahlungsströme des Grundgeschäftes erfolgswirksam erfasst werden.

Bestimmte Derivatgeschäfte stellen zwar wirtschaftlich gesehen Absicherungsgeschäfte dar und stehen im Einklang mit den Risikomanagement-Grundsätzen der LLB-Gruppe. Aufgrund der strengen und spezifischen IFRS-Richtlinien erfüllen sie aber nicht die Kriterien, buchhalterisch als Absicherungsgeschäfte behandelt zu werden. Wertveränderungen werden in der entsprechenden Periode im Erfolg Handelsgeschäft erfasst.

2.13 Finanzanlagen

Die Finanzanlagen können gemäss IFRS in verschiedene Kategorien unterteilt werden. Die Klassifizierung hängt vom jeweiligen Zweck ab, für den die Finanzanlagen erworben wurden. Das Management der LLB-Gruppe bestimmt die Klassifizierung der Finanzanlagen beim erstmaligen Ansatz. Im Geschäftsjahr 2011 wie auch im Geschäftsjahr 2010 wurden alle Finanzanlagen der Kategorie «Finanzanlagen, erfolgswirksam zum Fair Value bewertet (at fair value through profit and loss)» zugeordnet.

Diese Designation ist in Übereinstimmung mit der Investitionsstrategie. Die Titel werden auf einer Fair-Value-Basis bewirtschaftet und deren Performance entsprechend evaluiert. Die Mitglieder der Gruppenleitung erhalten die entsprechenden Informationen.

Finanzanlagen, erfolgswirksam zum Fair Value bewertet

Die finanziellen Vermögenswerte werden zum Fair Value bilanziert. Nicht realisierte Gewinne oder Verluste abzüglich der zugehörigen Transaktionskosten werden im Erfolg aus Finanzanlagen, erfolgswirksam zum Fair Value bewertet, verbucht. Der Fair Value notierter Anteile bemisst sich nach dem aktuellen Angebotspreis. Wenn für finanzielle Vermögenswerte kein aktiver Markt besteht oder es sich um nicht notierte Vermögenswerte handelt, wird der Fair Value mittels geeigneter Bewertungsmethoden ermittelt. Diese umfassen: Bezugnahmen auf kürzlich stattgefundene Transaktionen zwischen unabhängigen Geschäftspartnern; die Verwendung aktueller Marktpreise anderer Vermögenswerte, die im Wesentlichen dem betrachteten Vermögenswert ähnlich sind; das Discounted-Cashflow-Verfahren; externe Preismodelle, welche die speziellen Umstände des Emittenten berücksichtigen.

Zinsen- und Dividendenerträge der Finanzanlagen werden im Erfolg aus Finanzanlagen, erfolgswirksam zum Fair Value bewertet, erfasst. Zinsen werden periodengerecht abgegrenzt.

2.14 Liegenschaften, als Finanzinvestitionen gehaltene Liegenschaften und übrige Sachanlagen

Liegenschaften werden zu Anschaffungskosten, vermindert um die betriebswirtschaftlich erforderlichen Abschreibungen, bilanziert. Bankgebäude sind Liegenschaften, welche von der LLB-Gruppe zur Erbringung von Dienstleistungen oder zu administrativen Zwecken gehalten und genutzt werden, während als Finanzinvestitionen gehaltene Liegenschaften der Erwirtschaftung von Mieterträgen und/oder der Wertsteigerung dienen. Wenn eine Liegenschaft teilweise als Finanzinvestition dient, gilt für die Klassierung das Kriterium, ob die beiden Teile einzeln verkauft werden können. Ist ein Teilverkauf möglich, wird jeder Teilbereich entsprechend verbucht. Können die Teile nicht einzeln verkauft werden, wird die ganze Liegenschaft als Bankgebäude klassiert, es sei denn, der als Bankgebäude genutzte Teil ist unbedeutend.

Die übrigen Sachanlagen beinhalten Einrichtungen, Mobiliar, Maschinen und Informatikanlagen. Diese werden aktiviert und über die geschätzte Nutzungsdauer abgeschrieben.

Die Abschreibungen erfolgen linear über die geschätzte Nutzungsdauer:

(XLS:)

Liegenschaften

33 Jahre

Unbebautes Land

keine Abschreibung

Baunebenkosten

10 Jahre

Einrichtungen, Mobiliar, Maschinen

5 Jahre

Informatikanlagen

3 Jahre

Geringfügige Anschaffungen werden direkt dem Sachaufwand belastet. Unterhalts- und Renovationsaufwand wird in der Regel unter dem Sachaufwand verbucht. Wenn der Aufwand substanziell ist und zu einer wesentlichen Wertsteigerung beiträgt, erfolgt eine Aktivierung. Diese wird über die Nutzungsdauer abgeschrieben. Gewinne aus der Veräusserung von Sachanlagen werden als übriger Erfolg ausgewiesen. Verluste aus dem Verkauf führen zu zusätzlichen Abschreibungen auf dem Anlagevermögen.

Die Werthaltigkeit von Liegenschaften und übrigen Sachanlagen wird regelmässig, jedoch immer dann überprüft, wenn aufgrund von Ereignissen oder veränderten Umständen eine Überbewertung der Buchwerte möglich zu sein scheint. Ergibt sich bei der Überprüfung der Werthaltigkeit eine veränderte Nutzungsdauer oder eine Wertminderung, wird der Restbuchwert planmässig über die neu festgelegte Nutzungsdauer abgeschrieben oder eine ausserplanmässige Abschreibung getätigt.

2.15 Zur Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswerte

Langfristige Vermögenswerte (oder eine Veräusserungsgruppe) werden als zur Veräusserung bestimmt, wenn der zugehörige Buchwert überwiegend durch ein Veräusserungsgeschäft und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert wird. Damit dies der Fall ist, muss der Vermögenswert (oder die Veräusserungsgruppe) im gegenwärtigen Zustand zu Bedingungen, die für den Verkauf derartiger Vermögenswerte (oder Veräusserungsgruppen) gängig und üblich sind, sofort veräusserbar und eine solche Veräusserung höchstwahrscheinlich sein. Die Angaben im Anhang zum Konzernabschluss – soweit sie Bezug auf die Konzernbilanz nehmen – beziehen sich grundsätzlich auf nicht zur Veräusserung bestimmte Vermögenswerte. Die zu Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswerte (oder Veräusserungsgruppen) werden separat in der Anmerkung 40 «Zur Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswerte» gezeigt. Langfristige zur Veräusserung gehalten Vermögenswerte und Veräusserungsgruppen werden zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert, abzüglich Verkaufskosten, bewertet, es sei denn, die in der Veräusserungsgruppe dargestellten Posten fallen nicht unter die Bewertungsregeln des IFRS 5 «Zur Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche».

2.16 Goodwill und andere immaterielle Anlagen

Der Goodwill entspricht der Differenz zwischen dem bezahlten Kaufpreis und dem per Akquisitionsdatum bestimmten Fair Value des identifizierbaren Nettovermögens einer von der LLB-Gruppe erworbenen Unternehmung. Übrige immaterielle Vermögenswerte enthalten separat identifizierbare immaterielle Werte, die aus Akquisitionen sowie gewissen gekauften Werte, die aus Akquisitionen sowie gewissen gekauften Kundenwerten und Ähnlichem resultieren und über eine geschätzte Nutzungsdauer von zehn bis fünfzehn Jahren linear amortisiert werden. Goodwill und übrige immaterielle Vermögenswerte werden in der Bilanz zu Anschaffungskosten im Zeitpunkt der Akquisition aktiviert. An jedem Bilanzstichtag oder wenn Anzeichen bestehen, wird überprüft, ob es Anhaltspunkte für eine Wertbeeinträchtigung oder Änderung im geschätzten zukünftigen Nutzen gibt. Bestehen solche Anhaltspunkte, wird ermittelt, ob der Buchwert des Goodwills oder der übrigen immateriellen Vermögenswerte vollständig einbringbar ist. Übersteigt der Buchwert den realisierbaren Wert, wird eine Amortisation vorgenommen. Der Goodwill wird zum Zweck des Werthaltigkeitstests auf Cash Generating Units verteilt. Die Cash Generating Units entsprechen dem primären Berichtssegment. Entwicklungskosten für Software werden aktiviert, wenn sie bestimmte Kriterien bezüglich Identifizierbarkeit erfüllen, wenn dem Unternehmen daraus wahrscheinlich zukünftige wirtschaftliche Erträge zufliessen werden und wenn die Kosten zuverlässig bestimmt werden können. Intern entwickelte Software, die diese Kriterien erfüllt, sowie gekaufte Software werden aktiviert und über drei bis zehn Jahre amortisiert.

2.17 Steuern und latente Steuern

Die laufenden Gewinnsteuern werden auf der Basis der anwendbaren Steuergesetze der einzelnen Länder berechnet und als Aufwand jener Rechnungsperiode erfasst, in welcher die entsprechenden Gewinne anfallen. In der Bilanz werden sie als Steuerverpflichtungen ausgewiesen. Die Steuereffekte aus zeitlichen Unterschieden zwischen den in der Konzernbilanz ausgewiesenen Werten von Aktiven und Verpflichtungen und deren Steuerwerten werden als latente Steuerforderungen respektive latente Steuerverpflichtungen bilanziert. Latente Steuerforderungen aus zeitlichen Unterschieden oder aus steuerlich verrechenbaren Verlustvorträgen werden dann aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass genügend steuerbare Gewinne verfügbar sein werden, gegen welche diese Unterschiede respektive Verlustvorträge verrechnet werden können. Latente Steuerforderungen und Steuerverpflichtungen werden gemäss den Steuersätzen berechnet, die voraussichtlich in der Rechnungsperiode gelten, in der diese Steuerforderungen realisiert oder diese Steuerverpflichtungen beglichen werden.

Latente Steuern werden direkt dem Eigenkapital gutgeschrieben oder belastet, wenn sich die Steuern auf Posten beziehen, die in der gleichen oder einer anderen Periode unmittelbar dem Eigenkapital gutgeschrieben oder belastet worden sind.

2.18 Verpflichtungen gegenüber Banken und Kunden

Die Verpflichtungen werden mit dem Nominal- beziehungsweise Rückzahlungsbetrag erfasst. Zinsen und Diskont werden zeitlich abgegrenzt dem Zinsaufwand belastet.

2.19 Ausgegebene Schuldtitel

Die Kassenobligationen werden zum Ausgabewert erfasst und mit fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Bei Anleihen, die eine eingebettete Option zur Wandlung der Schuld in Aktien der LLB AG enthalten, werden eine Fremd- und eine Eigenkapitalkomponente ermittelt. Die Differenz zwischen dem Erlös aus der Ausgabe und dem Fair Value der Anleihe zum Zeitpunkt der Emission wird direkt im Eigenkapital verbucht. Der Fair Value des Fremdkapitalanteils zum Zeitpunkt der Emission wird auf Basis des Marktzinssatzes für vergleichbare Instrumente ohne Wandelrechte ermittelt. Danach wird er unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten ausgewiesen. Differenzen zwischen dem Erlös und dem Rückzahlungsbetrag werden erfolgswirksam über die Laufzeit der betreffenden Anleihe ausgewiesen. Die LLB-Gruppe verbucht keine Wertveränderungen der Eigenkapitalkomponente in nachfolgenden Berichtsperioden.

2.20 Leistungen an Arbeitnehmer

Personalvorsorge

Die LLB-Gruppe unterhält für die Mitarbeitenden in Liechtenstein und im Ausland sowohl leistungs- als auch beitragsorientierte Vorsorgepläne.

Bei leistungsorientierten Vorsorgeplänen werden die Periodenkosten durch Gutachten externer Experten bestimmt. Die Vorsorgeleistungen dieser Pläne basieren in der Regel auf den Versicherungsjahren, dem Alter, dem versicherten Gehalt und teilweise auf dem angesparten Kapital.

In Anwendung der Wahlmöglichkeit für die Erfassung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste (IAS 19p93a) werden diese direkt über das Eigenkapital erfasst.

Für leistungsorientierte Vorsorgepläne mit ausgeschiedenem Vermögen wird somit die Unter- oder Überdeckung des Barwertes der Ansprüche im Vergleich zum Vermögen, welches zu Marktwerten berechnet wird, zuzüglich oder abzüglich von später zu verrechnenden Beträgen aus Planänderungen, in der Bilanz als Verbindlichkeit oder Aktivposten ausgewiesen («Projected Unit Credit Method»). Ein Aktivposten wird nach den Vorgaben von IFRIC 14 berechnet.

Bei den Plänen ohne ausgesondertes Vermögen entspricht die in der Bilanz erfasste Verbindlichkeit dem Barwert der Ansprüche, zuzüglich oder abzüglich von später zu verrechnenden Beträgen aus Planänderungen.

Der Barwert der Ansprüche wird unter Anwendung der «Projected Unit Credit Method» berechnet. Bei der Berechnung werden die bis zum Bewertungsstichtag zurückgelegten Versicherungsjahre berücksichtigt.

Rückwirkende Leistungsverbesserungen durch Planänderungen werden linear über den durchschnittlichen Zeitraum bis zum Eintritt der Unverfallbarkeit als Aufwand verbucht. Soweit Anwartschaften sofort unverfallbar sind, wird der entsprechende Aufwand unmittelbar erfasst.

Daneben bestehen Pläne für Dienstjubiläen, die sich als andere langfristige Leistungen an Arbeitnehmer qualifizieren.

Erfolgsbeteiligung und Bonuspläne sowie aktienorientierte Vergütungen

Für Bonuszahlungen und Erfolgsbeteiligungen bestehen Reglemente. Die Bewertungsverfahren bei den Bonusreglementen basieren auf der individuellen Zielerreichung, bei den Reglementen der Erfolgsbeteiligungen auf dem Gewinn. Das Kader kann einen Teil der Erfolgsbeteiligung in Form von LLB-Inhaberaktien beziehen. Ausübungsbedingungen sind damit jedoch keine verbunden.

Die LLB-Gruppe passiviert in jenen Fällen eine Verpflichtung, in denen eine vertragliche Verpflichtung besteht oder sich aufgrund der Geschäftspraxis der Vergangenheit eine faktische Verpflichtung ergibt. Der Aufwand wird im Personalaufwand erfasst. Die in bar zu begleichende Verpflichtung wird unter übrige Verpflichtungen passiviert. Der mit LLB-Inhaberaktien beglichene Anteil wird im Eigenkapital erfasst. Der Preis pro Aktie für die aktienbasierte Vergütung berechnet sich aus dem Durchschnittspreis des letzten Quartals des Geschäftsjahres. Für die Erfolgsbeteiligung und die Bonuspläne wurden im 2011 insgesamt Tausend CHF 10'031 (2010: Tausend CHF 12'474) im Personalaufwand belastet. Davon wurden im Geschäftsjahr 2011 5'300 Aktien zu einem durchschnittlichen Preis von CHF 44.75 gewährt (Vorjahr: 25'500 Aktien zu einem durchschnittlichen Preis von CHF 69.30).

2.21 Rückstellungen

Rückstellungen werden nur dann bilanziert, wenn die LLB-Gruppe eine Verpflichtung gegenüber Dritten hat, welche auf ein Ereignis in der Vergangenheit zurückzuführen ist, die Verpflichtung zuverlässig geschätzt werden kann und ein Abfluss von Ressourcen zur Erfüllung dieser Verpflichtung wahrscheinlich ist.

2.22 Eigene Aktien

Von der LLB-Gruppe gehaltene Aktien der Liechtensteinischen Landesbank AG sind zu Anschaffungskosten bewertet und als Reduktion des Eigenkapitals ausgewiesen. Die Differenz zwischen dem Verkaufserlös der eigenen Aktien und den entsprechenden Anschaffungskosten wird unter den Kapitalreserven ausgewiesen.

2.23 Securities-Lending- und -Borrowing-Geschäfte

Securities-Lending- und -Borrowing-Transaktionen werden grundsätzlich nur auf gedeckter Basis eingegangen, wobei überwiegend Wertschriften als Sicherheit erhalten oder gegeben werden.

Ausgeliehene eigene Wertschriften bleiben im Handelsbestand oder in den Finanzanlagen, solange die Risiken und Chancen aus Eigentum über die Wertschriften nicht verloren gehen. Geborgte Wertschriften werden nicht bilanzwirksam erfasst, solange die Risiken und Chancen aus Eigentum über die Wertschriften beim Verleiher bleiben.

Erhaltene oder bezahlte Gebühren werden nach der Abgrenzungsmethode im Kommissionserfolg verbucht.

2.24 Ausserbilanzgeschäfte

Ausserbilanzgeschäfte werden zum Nominalwert ausgewiesen. Erkennbaren Risiken aus Eventualverpflichtungen und anderen Ausserbilanzgeschäften wird mit der Bildung von Rückstellungen Rechnung getragen.

3 Änderungen zum Vorjahr

Keine.

4 Wesentliche Änderungen seit dem Bilanzstichtag

Es gab keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, welche zusätzliche Angaben oder eine Korrektur der Konzernrechnung für das Jahr 2011 erfordern würden.

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