Geschäftsfelder

Geschäftsertrag nach Geschäftsfeldern

2008 – 2011, in Prozent

Geschäftsertrag nach Geschäftsfeldern (Balkendiagramm)

Markt Inland

Das Geschäftsfeld Markt Inland umfasst das Universalbanken- und Vermögensverwaltungsgeschäft in den Heimmärkten Liechtenstein und Schweiz. 2011 erwirtschaftete es 41.5 Prozent (2010: 37.3 %, 2009: 36.8 %) unseres Ertrags und verwaltete 30.4 Prozent (31. Dezember 2010: 28.6 %, 31. Dezember 2009: 28.3 %) der Kundenvermögen.

Unser Ziel ist es, kontinuierlich stärker zu wachsen als die Wirtschaft in den Heimmärkten. Wir werden deshalb das Privat- und Firmenkundengeschäft sowie das Private Banking forcieren. Zudem wollen wir zu den führenden Anbietern in der privaten und betrieblichen Altersvorsorge zählen.

Strategische Prioritäten:

  • Marktbearbeitung und Sicherung der Beratungsqualität
  • Zugewinn von Marktanteilen im Private Banking
  • Ausbau der privaten und betrieblichen Altersvorsorge
  • Erweiterung des Geschäftsstellennetzes
  • Festigung der führenden Position im Hypothekargeschäft

Umsetzung von Teilplänen 2011:

  • Wachstumsstrategie «Crescendo» der Bank Linth: Modernisierung des Geschäftsstellennetzes sowie Eröffnung der Standorte in Erlenbach und Winterthur
  • Hypothekargeschäft: neue Rekordmarken
  • Fondsgeschäft: Produktinnovationen
  • Onshore Private Banking: Wachstum, neue Kundensegmentierung
  • Beratungsqualität: Investitionen in die Bereiche Kreditmanagement, Finanzplanung und Altersvorsorge
  • Kooperation: Zusammenlegung des LLB-Geldautomatennetzes mit dem der Liechtensteinischen Post

Herausforderungen 2011:

  • Volatile Aktienmärkte, tiefe Zinsen, Währungsturbulenzen
  • Passives Anlageverhalten der Kunden angesichts der Finanz- und Vertrauenskrise
  • Intensiver Wettbewerb im Hypothekargeschäft

Markt International

Das Geschäftsfeld Markt International steht für das internationale Wealth Management der LLB-Gruppe. 2011 erwirtschaftete es 32.3 Prozent (2010: 33.4 %, 2009: 36.2 %) unseres Ertrags und verwaltete 29.7 Prozent (31. Dezember 2010: 31.0 %, 31. Dezember 2009: 33.4 %) der Kundenvermögen.

Im Bereich internationales Wealth Management liegt unser Fokus auf den klar bestimmten Kernmärkten Deutschland, Österreich und Italien sowie auf den Wachstumsmärkten. Mit unserer Bank in Wien intensivieren wir das Onshore Private Banking in Österreich sowie das grenzüberschreitende Private Banking (Cross Border Banking) in Osteuropa und Russland. Von den Repräsentanzen in Abu Dhabi und Dubai aus konzentrieren wir uns auf Kunden im Nahen und Mittleren Osten.

Strategische Prioritäten:

  • Aufstockung der Beraterteams und Erhöhung ihrer Fachkompetenz
  • Verstärkte Präsenz in den Wachstumsmärkten
  • Fokussierung auf klar definierte Märkte und Kundenbeziehungen
  • Investitionen in das Cross Border Banking: Ausbau der Ressourcen, des Know-hows und der Dienstleistungen

Umsetzung von Teilplänen 2011:

  • Grenzüberschreitendes Private Banking: Anwendung der Cross Border-Regulierung
  • Naher und Mittlerer Osten: Aufstockung der Beraterteams
  • Osteuropa und Russland: Wachstum
  • LLB (Österreich) AG: Ausbau
  • Wachstumsmärkte: Entwicklung neuer länderspezifischer Produkte
  • Kundenbetreuung: «Active Advisory», Einführung eines aktiven Berateransatzes
  • Kundenportfolios: weitere Fokussierung auf klar definierte Märkte

Herausforderungen 2011:

  • Volatile Aktienmärkte, tiefe Zinsen, Währungsturbulenzen
  • Passives Anlageverhalten der Kunden angesichts der Finanz- und Vertrauenskrise
  • Wachsende Regulierung im grenzüberschreitenden Private Banking
  • Mangel an qualifizierten Fachkräften
  • Intensiver Wettbewerb und Margendruck

Markt Institutionelle

Zum Geschäftsfeld Markt Institutionelle gehören das klassische Intermediär- und Fondsgeschäft sowie die Vermögensverwaltung (Asset Management) der LLB-Gruppe. 2011 erwirtschaftete es 26.2 Prozent (2010: 29.3 %, 2009: 27.0 %) unseres Ertrags und verwaltete 39.9 Prozent (31. Dezember 2010: 40.4 %, 31. Dezember 2009: 38.3 %) der Kundenvermögen.

Für dieses wichtige Wachstumsfeld hat sich die LLB-Gruppe das Ziel gesetzt, die führende Position in Liechtenstein zu festigen. Wir erweitern deshalb laufend unsere Angebotspalette. Mit der Einführung der EU-Richtlinie UCITS IV können wir uns vermehrt international engagieren.

Strategische Prioritäten:

  • Ausbau der Private-Labelling-Dienstleistungen und der Anlagemöglichkeiten für Fondspromotoren
  • Optimierung von Prozessen
  • Steigerung der Marktleistung
  • Entwicklung neuer Produkte und Prozesse für komplexe Finanzinstrumente
  • Überdurchschnittliche Performance bei Fondsprodukten und in der Vermögensverwaltung

Umsetzung von Teilplänen 2011:

  • Steigerung der Mandate in den Bereichen Fondsleitung, Fondsadministration, Depotbank
  • Lancierung neuer inflationsgeschützter Fonds und Produkte für die Wachstumsmärkte
  • Einführung des Key Investor Information Document (KIID) für Publikumsfonds, automatisierte Erstellung von Factsheets
  • Zusätzliche Spezialmandate

Herausforderungen 2011:

  • Volatile Aktienmärkte, tiefe Zinsen, Währungsturbulenzen
  • Passives Anlageverhalten der Kunden angesichts der Finanz- und Vertrauenskrise
  • Wachsende Regulierung
  • Marktkonsolidierung im Trustgeschäft und im Geschäft mit externen Vermögensverwaltern
  • Mangel an qualifizierten Fachkräften

Corporate Center

Das Corporate Center koordiniert die Umsetzung der Strategie innerhalb der LLB-Gruppe. Es unterstützt die Aktivitäten der marktorientierten Gruppengesellschaften und Geschäftsfelder. Bankprozesse sowie die gruppenweite Aufbau- und Ablauforganisation sollen optimiert werden. Zudem stellt das Corporate Center sicher, dass Vorschriften und Regularien eingehalten werden. Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Wirtschaftlichkeit und Sicherheit steht dabei ebenso im Vordergrund wie der Nutzen für unsere Kunden.

Unsere fünf Schwerpunkte 2011:

Seit 1. Januar 2011 ist die Banken-Standardsoftware Avaloq im LLB-Hauptsitz und bei der LLB Schweiz in Betrieb. Die Bank Linth arbeitet bereits seit November 2010 mit der neuesten Version. Der Betrieb im IT-Service-Center vereinfacht operative Abläufe. Mit Avaloq können wir Kernprozesse automatisieren, wovon wir uns einen Produktivitätsschub erwarten. Das Engagement unserer Mitarbeitenden stellte sicher, dass die Umstellung auf Avaloq weitgehend reibungslos verlief. Nun verfügen alle Banken der LLB-Gruppe – mit Ausnahme der LLB Österreich – über dieselbe IT-Landschaft. Somit ist die Grundlage geschaffen, um Synergien und Potenziale zu nutzen. Dadurch sind wir für weiteres Wachstum noch besser aufgestellt. Die Plattform ist mandantenfähig und erlaubt eine Abwicklung in mehreren Sprachen und verschiedenen Währungen.

Parallel zur Einführung von Avaloq haben wir die Bankprozesse im Detail erfasst, analysiert und vereinheitlicht. Ergebnis des Projekts «Business Process Management» ist eine Landkarte über alle Abläufe in unserer Unternehmensgruppe. Im LLB-Stammhaus, bei der Bank Linth und bei der LLB Schweiz ist jeweils ein Projektmanager dafür verantwortlich, die Prozesse zu koordinieren, zu verfeinern und voranzutreiben. Deren Optimierung verläuft innerhalb der LLB-Gruppe nun synchron, die Grundlage für Effizienzsteigerung ist gelegt.

Unter diesen Voraussetzungen ist es möglich, Shared Service Centers zu bilden. Für die Liechtensteinische Landesbank AG und die LLB (Schweiz) AG werden der Zahlungsverkehr, die Wertschriftenadministration und der Handel seit 1. Januar 2011 zentral in Vaduz abgewickelt. Bis Mitte 2012 schliesst sich die Bank Linth den Kompetenzzentren in Vaduz an. Wir erwarten Synergieeffekte und Einsparungen von jährlich rund CHF 3 Mio. Gruppenweit entfallen mit dieser Prozessoptimierung 27 Stellen.

Ziel der LLB-Gruppe ist es, die Effizienz zu erhöhen, Impulse für Innovationen auszulösen und damit die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern. Über das Programm move! haben wir Potenziale ausgelotet. Auf Basis dieser Analyse werden wir im Jahr 2012 Projekte realisieren, um die Effizienz zu steigern und Kosten einzusparen. Zugleich wollen wir den sich laufend verändernden regulatorischen Rahmenbedingungen gerecht werden. So definieren wir voraussichtlich im kommenden Geschäftsjahr drei Prozesse, bei denen folgende Projekte im Zentrum stehen: Abgeltungssteuer, US-Steuergesetz FATCA und Internes Kontrollsystem (IKS).

Um die Kosten zu senken, ist die Liechtensteinische Landesbank in einzelnen Kernprozessen überdies Kooperationen mit der VP Bank, Vaduz, eingegangen. Die beiden Banken haben eine gemeinsame Einkaufsgesellschaft für Informationsdienste gegründet, die Data Info Services AG, und kooperieren beim Druck und Versand. Ende 2012 werden die Rechenzentren der LLB-Gruppe und der VP Bank Gruppe in der neuen LLB-Geschäftsstelle in Eschen in Betrieb gehen. Dadurch bieten sich Synergien in den Bereichen Sicherheitstechnik und Energieeffizienz. Anfang 2012 starteten wir eine engere Zusammenarbeit mit der Liechtensteinischen Post und integrierten die Postomaten in das LLB-Bancomatennetz.

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